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Rat votiert im Herbst

In den Billinger Weg sollen Mehrfamilienhäuser

Mehrfamilien- oder Reihenhäuser sollen an der Reutlinger Straße im Neubaugebiet „Äußerer Billinger Weg II“ entstehen. Drei Architekten stellten drei Konzepte vor. Der Gemeinderat entscheidet im Herbst.

28.06.2014
  • ede

Kirchentellinsfurt. Es war voll im Rittersaal, als sich am Donnerstagabend der Gemeinderat traf. Es waren jedoch keine Bürger, die ihre Fragen an das Gremium loswerden wollten, sondern Architekten und ihre potenziellen Auftraggeber, die sich um die Bebauung von Grundstücken an der Reutlinger Straße beim Kreisel bewerben. Dort sollen Mehrfamilien- oder Reihenhäuser hochgezogen werden.

„In vierfacher Ausfertigung“ kam gleich die Tübinger Postbaugenossenschaft, wie Bürgermeister Bernhard Knauss bemerkte. Postbau-Geschäftsführer Klaus Aichele will am Eck zum Kreisel zwei dreigeschossige Baukörper mit einer Traufhöhe von 7,70 Meter errichten lassen, mit barrierefreien Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, „großzügigen Dachterrassen“ und Tiefgarage für 37 Stellplätze. Auch Mehrgenerationenhäuser könnten entstehen.

Die beiden Hauskomplexe will die Postbau finanzieren, die Wohnungen später vermieten. Die Mieter müssen allerdings Mitglied der Genossenschaft sein oder werden. Laut Aichele achte die Postbau auf „eine gute Durchmischung“ ihrer Mieter und bleibe mit ihrem Mietzins stets unter der örtlichen Vergleichsmiete. Zu ihren bisherigen Mietern zählten Haushalte mit mittlerem Einkommen, aber „auch Familien, die etwas weniger verdienen“, so Aichele. Die Fluktuationsrate der Postbau-Mieter liege bei 0,6 Prozent.

Ebenfalls zwei Baukörper präsentierte die Tübinger Kreisbaugesellschaft mit ihrem Architekten Andreas Hardegger. Darin plant sie 27 Wohneinheiten (Zwei-, Drei- und Vier-Zimmerwohnungen) sowie 30 Stellplätze in der Tiefgarage und zehn oberirdische. Anders als die Postbau will die Kreisbaugesellschaft die Wohnungen später eher verkaufen – eine Vermietung sei aber auch möglich. Sobald sie für die Hälfte der Wohnungen Abnehmer gefunden hat, beginne sie mit dem Bau.

Die Firma Öprokoon (Ökologische Projektentwicklung und Koordination) aus Kirchentellinsfurt verfolgt hingegen ein ganz anderes Konzept. Sie ist kein Bauträger, will auch keine Mehrfamilienhäuser, sondern begleitet private Baugemeinschaften, die in einem individuellen „Effizienzhaus Plus“ leben wollen. Äußerlich dem Stil der Häuser im Tübinger Französischen Viertel ähnlich, ist das ein ökologisch „sauberes“ Haus, ausgestattet mit einer Fotovoltaik-Anlage, die mehr Energie erzeugt als die Bewohner verbrauchen. Zielgruppe sind etwa Freiberufler, sozial Engagierte, junge Familien mit etwas mehr Geld.

Das „Effizienzhaus-Plus-Konzept“ kam bei einigen Gemeinderäten gut an, auf dem von der Gemeinde dafür vorgesehenen Platz passten aber nur fünf bis sechs Häuser hin, befand Marie-Luise Bausch (GAL). Und Grundstücke für Einfamilienhäuser habe man sehr viel. Im Herbst entscheidet der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung über eines der drei Konzepte.

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28.06.2014, 12:00 Uhr

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