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Ein Gedränge wie in Tokio

In der Ammertalbahn wird‘s morgens regelmäßig eng

Vom Sitzplatz können Schüler und Berufspendler morgens in der Ammertalbahn nur träumen. Oft gibt es noch nicht mal Stehplätze. Abhilfe aber ist nicht in Sicht.

02.12.2014

Ammerbuch. „Das sind Zustände wie in Tokio“, stellte Andreas Steinacker fest, als er sich kürzlich in einer Sitzung des Zweckverbandes für den ÖPNV im Ammertal über die vollen Morgenzüge beschwerte. Gemeint war vor allem der Zug, der in Tübingen gegen 7.30 Uhr ankommt und von vielen Ammerbucher Schülern genutzt wird. Eng gehe es da schon in Entringen zu, wo der Zug um 7.09 losfährt, so der Grünen-Kreisrat. „In Pfäffingen kommt man gar nicht mehr rein“.

In der Geschäftsführung des kommunalen Betreibers der Ammertalbahn weiß man das. Doch schnelle Abhilfe gibt es nicht. „Ich fürchte, das ist das Maximum, was möglich ist“, sagt der Verkehrsexperte im Tübinger Landratsamt Dieter Braun über den Bahnstress. Der Zug um 7.09 von Entringen ist schon mit vier Waggons unterwegs. „Mehr geht nicht“, so Braun. Das Problem sei „die Verfügbarkeit der Fahrzeuge“. Es gibt zu Hochzeiten des Schüler- und Berufsverkehrs nirgendwo bei der Deutsche-Bahn-Tochter RAB, von der der Zweckverband die Züge bestellt, Reservefahrzeuge, die man auf die Ammertal-Strecke schicken könnte. „Wir haben keinen Spielraum“, so Braun. Die teure Neuanschaffung kommt schon deshalb nicht infrage, weil die Strecke bis 2020 elektrifiziert werden soll und dann ein komplett neuer Fuhrpark nötig ist.

Möglich sei allenfalls, die Schülermassen zu entzerren. „Dann muss man mit den Schulen über geänderte Anfangszeiten reden“, sagt Braun. Zuvor aber will er die Fahrgäste „nochmal gezielt zählen lassen, damit wir eine Basis haben.“ Denn, so der Geschäftsführer des Zweckverbands, „nur die gefühlte Enge reicht da nicht“. uha

In der Ammertalbahn wird‘s morgens regelmäßig eng
Auch auf dem Tübinger Hauptbahnhof ist das Gedränge vor der Ammertalbahn groß.Archivbild: Sommer

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02.12.2014, 12:00 Uhr

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