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Mössingen gewinnt Steinlach-Derby

In der Nachspielzeit gewinnt Landesligist Spvgg Mössingen das Derby gegen den SV Nehren

Durch einen Doppelpack ihres Torjägers Kevin Schneider hat die Spvgg Mössingen am elften Spieltag der Landesliga den zweiten Sieg in Serie geschafft. Das Team besiegte vor 400 Zuschauern den SV Nehren im Steinlachderby mit 2:1 (1:0).

26.10.2014
  • Fabian Schäfer

Mössingen. Die reguläre Spielzeit war beinahe vorüber, als Mössingen noch einmal zu einem Konter ansetzte. Georgios Tiktapanidis setzte sich im Strafraum gut gegen seinen Verteidiger durch und spielte den Ball in die Mitte, wo Spvgg-Top-Torschütze Kevin Schneider nur noch einzuschieben brauchte – 2:0. „Ich muss meiner Mannschaft ein Lob aussprechen. Im Derby geht es immer heiß her, aber sie hat einen kühlen Kopf bewahrt“, sagte Spvgg-Coach Andreas Felger nach dem Spiel.

Das Spiel benötigte jedoch einige Zeit, um in Gang zu kommen. Die erste nennenswerte Offensiv-Aktion verbuchte der SV Nehren. Armando Munoz eroberte in der 15. Minute stark den Ball und spielte einen weiten Pass in den gegnerischen Strafraum, Spvgg-Keeper Öztürk war jedoch vor Rückkehrer Pedro Keppler am Ball. Mössingens erste Torannäherung ließ ganze 27 Minuten auf sich warten. Micha-Maximilian Fuoß zog aus 16 Metern Torentfernung ab, sein Schuss wurde jedoch abgefälscht und verfehlte das Tor knapp.

Zehn Minuten später spielte Mössingens Kapitän Max Maier einen tollen Pass auf Jan Binder, der im gegnerischen Strafraum einen Verteidiger aussteigen ließ und den Ball ins obere Eck schlenzen wollte. Dieser streifte jedoch nur das Lattenkreuz und flog anschließend ins Toraus. In der 45. Spielminute eroberte dann Mössingens Binder mit einer starken Aktion den Ball und spielte ihn direkt in den Lauf von Kevin Schneider, der ihn gut mitnahm und am heraustürmenden SV-Keeper Egner vorbei ins Tor schob. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, obgleich sicher ein wenig überraschend, da die Nehrener in den letzten Minuten noch einmal zugelegt hatten.

Auch Nehren trifft noch in der Nachspielzeit

Der zweite Durchgang begann dann ebenso schleppend wie der erste, das Spiel wurde zunehmend hektischer und auch heftiger. Erst in der 69. Minute gelang es Nehren, die erste Chance in der zweiten Hälfte herauszuspielen. Andreas Bäuerle setzte sich auf rechts gut durch, sein Schuss aus spitzem Winkel war dann aber kein Problem für Spvgg-Torhüter Ali Öztürk. Acht Minuten vor dem Ende scheiterte Mössingens Schneider nach tollem Zuspiel auf der Gegenseite am Pfosten, fünf Minuten später war der Ball dann aber im Netz. Schneider traf damit in den vergangenen sechs Partien immer mindestens einmal. „Mir ist egal, wer die Tore schießt. Wichtig war, dass wir heute da weitergemacht haben, wo wir aufgehört haben“, sagte der Doppeltorschütze nach dem Abpfiff. Am zweiten Sieg der Mössinger in Folge konnte dann auch der Anschlusstreffer von Nehrens Jakob Braun in der dritten Minute der Nachspielzeit nichts mehr ändern. Der SV-Kapitän traf aus 16 Metern per Volley ins linke Eck, Keeper Öztürk war chancenlos. „Ich bin zufrieden mit dem Sieg und auch mit der Leistung. Was mich ein bisschen ärgert, ist das Gegentor kurz vor Schluss“, sagte Mössingens Interims-Coach Felger.

Sein Gegenüber Benedikt Müller war weniger zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Was ich meiner Mannschaft heute vorwerfen muss, ist, dass wir es über 90 Minuten lang nicht geschafft haben, uns mehr zuzutrauen.“ Die Trainer-Frage in Mössingen blieb unterdessen auch nach dem zweiten Sieg in Folge ungeklärt.

Spvgg Mössingen: Öztürk, Binder (76. Schelling), Haas, Genc, Yasin, Bobic, Maier, Schneider (90. Leins), Berhane (83. Tiktapanidis), Fuoß, Imperatore

SV Nehren: Egner, Frenzel (67. Morankic), Taube, Murr, Barth (59. Nill), Klett, Munoz, Würzberger, Braun, Bäuerle, Keppler,

In der Nachspielzeit gewinnt Landesligist Spvgg Mössingen das Derby gegen den SV Nehren
Kaum zu stoppen ist derzeit Mössingens Kevin Schneider (links im Bild), der in den vergangenen sechs Partien mindestens einmal traf. Am Sonntag gegen Nehren machte er den Sieg mit einem Doppelpack perfekt, den auch Armando Munoz-Dominguez (rechts) nicht verhindern konnte.Bild: Ulmer

Beim seinem Comeback in der Startelf des SV Nehren blieb der genesene Pedro Keppler weitest gehend wirkungslos. Allerdings bekam er in Mössingen über 90 Minuten auch kaum verwertbare Bälle. Am auffälligsten waren wohl seine lautstarken Beschwerden während der ersten Hälfte über das Schuhwerk seiner Mitspieler. Zuvor waren mehrere Nehrener auf dem Boden ausgerutscht und verloren in Folge dessen einige wichtige Zweikämpfe. Offenbar hatte die Nehrener statt Stollen lieber Noppen-Schuhe gewählt. Im zweiten Durchgang schienen die Nehrener dann sicherer zu stehen. Gebracht hat es ihnen aber nicht mehr viel, denn die Partie verloren sie.

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26.10.2014, 12:00 Uhr

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