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Dreier-Feuerwerk zum Jahresausklang

In der Schlussphase schüttelt Tübingen die nie aufsteckenden Trierer ab

Silvester-Feuerwerk am 30. Dezember: Mit acht Dreiern in der zweiten Hälfte ballerten sich die Basketballer der Walter Tigers Tübingen gestern vor 3000 Zuschauern in der Paul-Horn-Arena zum Erfolg im Bundesliga-Krimi gegen TBB Trier.

30.12.2014
  • Hansjörg Lösel

Tübingen. Als Michael Cuffee dem Dreier von Jimmy McKinney zum 77:74 gleich noch einen hinterherschickte zum vorentscheidenden 80:74, gab’s kein Halten mehr: Die Tigers-Profis führten auf dem Weg zur Auszeit wilde Veits-Tänze auf wie eine Grunge-Band bei der Zugabe – eine knappe Minute vor Schluss war der Erfolg gegen Trier so gut wie sicher, die Last des Gewinnenmüssens fiel ab.

In der Schlussphase schüttelt Tübingen die nie aufsteckenden Trierer ab
Spielmacher Ratkovica mit der geballten Faust, Michael Cuffee mit dem Dank an den Himmel: Die Tigers dürfen zum Jahres-Ende feiern.

Das Team von Trainer Igor Perovic hat nur vier Tage nach dem 84:80 gegen Bremerhaven nachgelegt und erstmals seit Wochen auch wieder die Abstiegszone verlassen. „Wir haben wieder eine ganz starke zweite Hälfte gespielt, vor allem in der Defense haben wir uns gesteigert“, sagte Augustine Rubit, „wir hatten in dieser Saison schon einige Spiele in den letzten Minuten verloren, aber jetzt bringen wir die Siege nach Hause.“

Das lag gestern nicht zuletzt an Jimmy McKinney, der sich lange Zeit ein kleines Privatduell mit Ricky Harris lieferte. Die beiden ehemaligen Kollegen aus gemeinsamen Würzburger Zeiten schaukelten sich gegenseitig hoch: Traf der eine einen spektakulären Dreier, konterte der andere noch spektakulärer aus der Distanz. „Wir sind gute Freunde, er ist ein super Spieler – aber ich bin auch ehrgeizig“, sagte McKinney hinterher.

Zehn Mal wechselte die Führung, sogar 16 Mal war die Partie ausgeglichen – schon diese Statistik zeigt die Bedeutung dieser Begegnung für beide Teams. Im ersten Viertel kamen vor allem Freunde der gepflegten Verteidigung auf ihre Kosten, spektakuläre Abschlüsse blieben dagegen Mangelware. Trier gab mit einer Zonenverteidigung den Tigers manche Rätsel auf, ließ in den ersten zehn Minuten nur drei Treffer aus dem Spiel heraus zu und führte mit 15:12. „Gegen die Zone ist es nicht einfach“, gestand McKinney ein. „Wir haben die Intensität erhöht“, sagte der starke Kapitän Branislav Ratkovica, „wir hatten viele Probleme in dieser Saison, aber ich denke, dass wir jetzt unseren Rhythmus gefunden haben.“

Nicht zuletzt dank des starken Ex-Tübingers Jermaine Anderson blieb die Partie aber stets ausgeglichen. Bis McKinney dann doch ein paar Pfeile mehr im Köcher hatte als sein Kumpel Harris. Der Neu-Tübinger bleibt dennoch ganz gelassen: „Hey, das ist mein neuntes Jahr in dieser Liga, da sollte ich auch etwas beitragen – wir müssen jetzt weiter hart trainieren“, sagte der Routinier. Denn am Sonntag wartet in Hagen bereits die nächste Auswärts-Aufgabe, dann können die Tiger die Vorrunde auf einem Nichtabstiegsplatz beenden.

  • Henrik Rödl, TBB Trier: „Tübingen hat den Sieg in der Endphase verdient mit gut herausgespielten Würfen. Wir haben wieder viele Offensiv-Rebounds zugelassen. Aber ich finde, dass auch unsere Mannschaft beherzt aufgetreten ist“.
  • >Igor Perovic, Walter Tigers Tübingen: Gegen Trier ist es immer schwierig, sie sind gut strukturiert und vorbereitet. Das Spiel war bis in die letzte Minute offen, dann trafen McKinney und Cuffee wichtige Würfe. Aber ich denke, dass Nadjfeji die Partie verändert hat, mit seiner Cleverness hat er uns sehr geholfen. Das Ergebnis ist zu hoch – Trier hatte eine große Chance zum Sieg bei der Fünf-Punkte-Führung. Uns hätte eine Niederlage aber mehr weh getan.“

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30.12.2014, 12:00 Uhr

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