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Quartier auf der Brachfläche

In der Tübinger Straße entstehen etwa 90 Wohneinheiten

Noch in diesem Jahr sollen die baurechtlichen Vorgaben geklärt werden, Mitte 2013 dürfte der erste Bagger vorfahren: Auf dem Brachgelände in der Tübinger Straße entsteht dann ein neues Wohnquartier mit etwa 90 Einheiten.

31.08.2012
  • Thomas de Marco

Reutlingen. Wo bis 1996 der Coop stand, hat sich mittlerweile ein Biotop seinen Weg durch den Beton gebahnt: Blumen, Gräser und Gebüsch, so weit das Auge reicht – in bester Lage an der Tübinger Straße. Doch damit wird bald Schluss sein. „Wir sind froh, dass wir diese Brache endlich einer Nutzung zuführen“, sagte Baubürgermeisterin Ulrike Hotz gestern beim Ortstermin.

Die niederländische Immobilienfirma Bouwfonds wird das Gelände zwischen Bahnlinie und Tübinger Straße, auf dem bis in die 60er-Jahre eine Brot- und Teigwarenfabrik gestanden hatte, erschließen. An der Tübinger Straße wird eine so genannte Mantelbebauung mit zwei vierstöckigen Gebäuden entstehen, die einiges vom Straßenlärm abschirmt. Für eines dieser Häuser stehe seine Firma in guten Gesprächen mit der Bosch GmbH, die dort eventuell ihre Betriebskrankenkasse unterbringen wolle, erklärte der Stuttgarter Bouwfonds-Niederlassungsleiter Antonius Kirsch. Außerdem ist an eine Möglichkeit zur Kinderbetreuung gedacht.

Im Inneren des Areals sind dreistöckige Gebäude mit Eigentumswohnungen vorgesehen, am westlichen Rand sollen etwa 16 Reihenhäuser entstehen. Den Lärm der Bahnlinie werden eine Schutzwand sowie Garagen dämmen, unter dem Gelände soll eine Tiefgarage mit 87 Plätzen entstehen. Dazwischen sind Grünflächen geplant. „Beim ökologischen Konzept werden wir über die gesetzlichen Anforderungen hinaus gehen, etwa mit Erd- oder Fernwärme oder Solarenergie“, betonte der Investor.

Die baurechtlichen Fragen sollen bis Weihnachten geklärt sein, dann will Bouwfonds im Frühjahr mit der Vermarktung beginnen. „Wir gliedern das Areal in drei bis vier Verkaufsabschnitte“, sagte Kirsch, „wenn wir jeweils ein Drittel verkauft haben, geht es weiter.“ Begonnen wird voraussichtlich mit dem Abschnitt längs der Tübinger Straße. „Zur Jahresmitte wird dann der erste Bagger kommen. Die gesamte Bebauung wird sich bestimmt über drei Jahre hinziehen“, erklärte der Geschäftsführer. Das Gesamtvolumen beträgt nach TAGBLATT-Informationen etwa 20 Millionen Euro.

Bürgermeisterin Hotz betonte die große Bedeutung der Innenstadt-Entwicklung für die Verwaltung: „Seit 2002 haben wir eine Innenentwicklungsfläche von insgesamt 60 Hektar erschlossen. Das ist Wohnraum für 3000 bis 4000 Bewohner. Hätten wir diese Bebauung außerhalb der Innenstadt vorgenommen, wäre uns die Infrastruktur wesentlich teurer gekommen.“

In der Tübinger Straße entstehen etwa 90 Wohneinheiten
Wo derzeit Blumen und Gräser sprießen, sollen demnächst Wohnungen entstehen: Antonius Kirsch von der Immobilienfirma Bouwfonds zeigt das Modell der geplanten Bebauung zwischen Tübinger Straße (oben) und Bahnlinie (unten).Bild: de Marco

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31.08.2012, 12:00 Uhr

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