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"Flaschenhälse beseitigen"

Initiative "Magistrale für Europa" will den Ausbau der Strecke Paris-Budapest voranbringen

Mobilität sichern und den Ausbau der Strecke Paris-Budapest vorantreiben. Darüber diskutierten gestern die Mitglieder der Initiative "Magistrale für Europa" und unterzeichneten die Ulmer Resolution.

07.11.2015
  • JULIA KLING

Ulm "Es ist die wichtigste Ost-West-Verbindung in Europa." In diesem Punkt waren sich die Teilnehmer der Hauptversammlung der Initiative "Magistrale für Europa" einig. Im Ulmer Stadthaus diskutierten gestern der Vorsitzende der Initiative Frank Mentrup, Norbert Barthle, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, und der für Baden-Württemberg zuständige Sven Hartel von der Deutschen Bahn über die Bedeutung des Schienenverkehrs und der Magistrale.

Im Mittelpunkt stand der rasche Ausbau der gesamten Strecke von Paris über Straßburg, Karlsruhe, Stuttgart,Wien bis nach Budapest. "Die Flaschenhälse müssen beseitigt werden. Es ist eine Hochleistungsbahnstrecke für den Personen- und Güterverkehr", unterstrich Mentrup die Wichtigkeit des Projektes. "Aber die Achse nützt nichts, wenn einzelne Teile hinten runterfallen" und den Verkehrsfluss aufhalten. Gemeint sind folgende Projekte: Ertüchtigung der Strecke Ulm-Augsburg, die Appenweierer Kurve bei Kehl, eine leistungsfähige Anbindung des Stuttgarter Flughafens an Stuttgart 21 und der zweigleisige Ausbau mit Elektrifizierung von München-Ost bis Freilassing.

Um diese bislang noch nicht ausgebauten Abschnitte Politikern in Berlin und Brüssel wieder ins Bewusstsein zu rufen, haben die Mitglieder der Initiative eine "Ulmer Resolution" verabschiedet. Darin wird auf die fünf Schwerpunkte hingewiesen und gefordert, diese "mit vordringlichem Bedarf" in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen. Einen ersten Entwurf legt das Bundesverkehrsministerium "in den nächsten Tagen" vor, wie Barthle sagte. "Er wird ganz anders aussehen als der bisherige", für die Kategorisierung der Projekte gelte zunächst das Kriterium Kosten und Nutzen, dann folgen Umwelt und Naturschutz, städte- und raumplanerische Aspekte.

Barthle räumte ein, dass es in Deutschland durchaus Nachholbedarf im Bereich Infrastruktur gebe. "Wir haben in den vergangenen Jahren verstärkt in den Bildungsbereich investiert, und darüber die Infrastruktur vernachlässigt." Das ändere sich jetzt.

Für die kommenden Jahre rechnet Barthle mit einer wachsenden Bedeutung des Schienenverkehrs. "Der Personenverkehr insgesamt wird bis 2030 um 13 Prozent wachsen, der Güterverkehr um sogar 38 Prozent", sagte er. Davon entfielen 40 Prozent auf die Schiene. "Die spielt 2030 eine entscheidende Rolle", betonte auch Hartel. Deshalb müsse man die Magistrale mit dem Umland vernetzen. Der Ulmer Bahnhof solle als Anschlusspunkt bis 2018 barrierefrei sei. Für die Südbahn kündigte er den Start der Elektrifizierung für das Jahr 2017 an, die Fertigstellung für 2021.

Initiative "Magistrale für Europa" will den Ausbau der Strecke Paris-Budapest voranbringen
Symbol für die europäische Magistrale: Ein TGV und ein ICE begegnen sich auf der neuen Rheinbrücke zwischen Kehl und Straßburg. Foto: dpa

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07.11.2015, 12:00 Uhr

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