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Kommentar „Initiative Tierwohl“

Initiative mit Schlingerkurs

Auf der Internetseite der „Initiative Tierwohl“ prangt noch das Logo der Warenhauskette Real. Aber Real will raus. Nur eine schlechte Meldung unter vielen, die die private Initiative schwächen.

10.01.2017

Von CAROLINE STRANG

Dabei hatte es so gut angefangen: Große Discounter wie Aldi und Lidl, Supermarktketten wie Rewe und eben Real hatten sich angeschlossen und verpflichtet, für jedes verkaufte Kilo Schweine- und Geflügelfleisch 4 Cent in einen Fonds für Landwirte zu zahlen.

Wie es aussieht, ist die Initiative ein Fehlschlag. Der Tierschutzbund ist ausgestiegen und kritisiert wie die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, dass sich die Haltungsbedingungen durch die Initiative kaum verbessern. Die Verbraucherzentralen bemängeln fehlende Transparenz. Und der Kunde kann entsprechend produziertes Fleisch im Supermarktregal nicht einmal erkennen.

Wie schade, dass die Initiative ins Schlingern gerät. Andererseits wächst so der Druck auf die Politik, angekündigte Maßnahmen wie ein staatliches Siegel umzusetzen. Und dabei alle Akteure mit ins Boot zu nehmen – Bauern, Lieferanten, Handel, Kunden. Die Standards müssen hoch sein, um das Siegel glaubwürdig zu machen, aber auch mit konventioneller Haltung umsetzbar. Die Umsetzung der Kriterien muss finanziell gefördert werden. Damit es eine umfassende Verbesserung gibt im Interesse der Verbraucher.

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Erstellt:
10. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
10. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2017, 06:00 Uhr

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