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1036 gegen Supermarkt

Initiative will Bürgerentscheid über Einkaufszentrum

Mehr als tausend Dettenhäuser wollen die Entscheidung, ein Einkaufszentrum in der Dorfmitte zu erlauben, nicht dem Gemeinderat überlassen.

02.09.2010
  • Mario Beisswenger

Dettenhausen. Die Bürgerinitiative gegen den geplanten innerörtlichen Supermarkt in Dettenhausen brachte gestern 145 Listen mit 1036 Unterschriften ins Rathaus. Bei der öffentlichen Übergabe am Nachmittag erklärte Alfred Happ, einer der Sprecher, dass die Listen als Bürgerbegehren zu verstehen sind. Ziel soll ein regelrechter Bürgerentscheid sein, bei dem die Dettenhäuser über die Frage abstimmen sollen: „Sind Sie gegen die Ansiedlung eines Einkaufszentrums entlang dem Freibad und der Schönbuchstraße?“

Initiative will Bürgerentscheid über Einkaufszentrum
Die Initiative gegen einen zentralen Supermarkt in Dettenhausen kämpft auch für die Bäume, die dem Projekt weichen müssten. Vor der Übergabe der schon auf dem Tisch liegenden Unterschriftenlisten, mit der ein Bürgerentscheid gefordert wird, hielten Helga und Alfred Happ symbolisch einen von Kinderhand gemalten Baum hoch. Entgegen nahmen die Unterschriften Kämmerer Hans-Peter Fauser und Gemeinderat Rainer Wizenmann (von links). Bild: Faden

FWV-Gemeinderat Rainer Wizenmann empfing die Delegation der unter „Dettenhausen21“ auftretenden Bauprojekt-Gegner in seiner Rolle als stellvertretender Bürgermeister. „Das Thema werden wir im Gemeinderat entsprechend diskutieren. Das ist sehr beachtlich die Anzahl an Unterschriften“, sagte er, als er die Unterschriften in Vertretung des urlaubenden Bürgermeisters in Empfang nahm. Die Unterschriftenzahl liegt deutlich über der Mindestmenge von gut 400 und entspricht etwa einem Viertel der wahlberechtigten Einwohner.

Auf den Listen war vermerkt, was gegen das Vorhaben spricht, das sich zwischen der zentralen innerörtlichen Kreuzung von Tübinger und Schönbuchstraße bis hin zum Freibad ziehen soll. Der Schulweg werde gefährlicher, ein „gesunder Wald“ müsse weichen. Die Gegner rechnen nicht mit einem besseren Einkaufsangebot, stattdessen werde der bestehenden Einzelhandel geschwächt. Das Verkehrsaufkommen „an einem ohnehin schon neuralgischen Punkt“ werde die Abgas- und Lärmbelästigung weiter verschärfen. Das Vorhaben zerstöre „die besondere Idylle unseres Freibads“.

Das Bürgerbegehren richtet sich gegen das Votum des Gemeinderates von Ende Juli. Der entschied mit vier Gegenstimmen, die rechtlichen Voraussetzungen für das Projekt zu schaffen. Der Rat ist jetzt auch wieder am Zug, weil er beschließen muss, ob er eine Bürgerbefragung zulässt.

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02.09.2010, 12:00 Uhr

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