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Inland Empire

Laura Dern auf einem Alptraum-Trip ohne Handlungsfaden - für ganz harte Fans von David Lynch.

Laura Dern auf einem Alptraum-Trip ohne Handlungsfaden - für ganz harte Fans von David Lynch.

INLAND EMPIRE
USA

Regie: David Lynch
Mit: Laura Dern, Jeremy Irons, Justin Theroux, Harry Dean Stanton, Peter J. Lucas

- ab 0 Jahren

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24.11.2015
  • Achim Stricker

Spätestens seit „Mulholland Drive“ erwartet man von David Lynch keine logische Handlung mehr. Auch in diesem fast dreistündigen, klaustrophobischen Alter-ego-Trip verschachteln sich Erzählebenen zum surrealen Labyrinth, durch das ein dünner Faden führt: Schauspielerin Nikki Grace (Laura Dern) übernimmt die Hauptrolle im Remake eines Films, der nie fertig wurde, weil seine Protagonisten auf mysteriöse Weise ums Leben kamen. Zunehmend verliert sie sich in ihrer Rolle, Film und „Realität“ vermischen sich.

Zusammengehalten werden die absurden Episoden durch Lynch-Muse Laura Dern, die grandios das ganze Spektrum von der Upper-Class-Lady bis zur „Freak-Hure“ gibt. Schnell findet sich der Zuschauer damit ab, dass hinter jeder Tür ein neues Paralleluniversum, der nächste Film beginnt. Rätselraten gehört zum Lynch-Kult.

„Inland Empire“ – so der inoffizielle Name der Alp-Traumfabrik Los Angeles – ist sicher sein bislang kompromisslosester Film; konsequent die billige Video-Kamera, der Abschied von einer stringenten Story. Aber es wirkt nicht wie der Durchbruch zu einer Weiterentwicklung. Ärgerlich sind die demonstrativen Selbstzitate, das Verrätselungs-Kalkül hinter den vorhersehbaren Hakenschlägen, der Griff in die immergleiche Trickkiste: flackerndes Licht, rauschende Tonspur, unheilvolle Musik von Angelo Badalamenti. „Das Böse“ wohnt einmal mehr nebenan. Aber der Blick in die Abgründe war in früheren Lynch-Filmen beklemmender.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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17.06.2007

12:00 Uhr

dave schrieb:

traumhaft, traumatisch, (prä-)existenziell.



21.05.2007

12:00 Uhr

Markus schrieb:

Nunja, schon ziemlich Lynchig der Streifen, aber an Lost Highway und Mullholand Drive reicht er lange nicht ran. Laura Dern ist super, würde mir aber mal ein neues "Rätsel" von Lynch wünschen, nicht immer die im Prinzip gleiche Story wie schon in Mullholand Drive: Unterschicht fantasiert über Sex und Ruhm in Hollywood. Außer Spesen nix gewesen.



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