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International vernetzte Banden

Drogenhandel, Einbrüche, Wirtschaftsverbrechen: 2015 ermittelte die Polizei in 566 Verfahren.

15.10.2016

Von AFP

Wiesbaden. Die organisierte Kriminalität (OK) ist in Deutschland vor allem durch international agierende Täter geprägt. Rund 80 Prozent der Fälle hätten internationale Bezüge, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag im Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden. Die Gesamtzahl der OK-Ermittlungsverfahren blieb im vergangenen Jahr nahezu unverändert.

Von den Ermittlungsverfahren 2015 waren laut de Maizière 122 Staaten betroffen. Auch die Herkunft der Täter belegt die internationale Vernetzung: Der Anteil der Deutschen an den insgesamt 8675 Tatverdächtigen sank laut BKA auf gut ein Drittel, zwei Drittel sind ausländische Staatsangehörige.

Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren belief sich im vergangenen Jahr auf 566; im Vorjahr waren es 571. Mehr als ein Drittel (36,7 Prozent) der Verfahren entfiel auf Rauschgiftkriminalität. Dann folgten die Eigentumskriminalität (14,8 Prozent), etwa Wohnungseinbrüche, und die Wirtschaftskriminalität (11,8 Prozent). 65 Millionen Euro wurden vorläufig beschlagnahmt. Dem gegenüber standen Schäden in Höhe von 424 Millionen Euro.

BKA-Präsident Holger Münch wies auf Zusammenhänge zwischen organisierter Kriminalität und Terrorismus hin. Ein Schwerpunkte für die nächsten Jahre sei die Bekämpfung dieser Schnittstellen. Dies gelte etwa für den Waffenhandel oder Schleusungen. afp

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Erstellt:
15. Oktober 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Oktober 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2016, 06:00 Uhr

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