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Besonders größere Banken bleiben wegen US-Sanktionen zögerlich

Iran klagt über westliche Zurückhaltung

01.10.2016

Von AFP

Teheran. Rund neun Monate nach dem Inkrafttreten des Atomabkommens zwischen dem Westen und dem Iran kommen aus Teheran heftige Klagen über eine anhaltende westliche Zurückhaltung beim wirtschaftlichen Engagement. Bislang sei keine große oder mittelgroße europäische Bank zu einer Zusammenarbeit bereit, kritisierte der Chef der privaten iranischen Middle East Bank, Parvis Aghili, in Teheran. Hintergrund sind offensichtlich vor allem die weiter bestehenden US-Sanktionen.

„Bisher haben nur die kleinen europäischen Banken zugestimmt, mit uns zu arbeiten“, sagte Aghili weiter. Darunter sind in Deutschland die staatliche KfW-Bank, die auf Exportfinanzierung spezialisierte AKA-Ausfuhrkreditgesellschaft und die Europäisch-Iranische Handelsbank (EIH), zudem die österreichische Raiffeisen Bank und die Erste Bank, die niederländische ING und einige kleinere schweizerische Banken.

Die Ursache für die Zurückhaltung der europäischen Großbanken sieht man in Teheran vor allem bei den USA. Die Amerikaner „bedienen eine gewisse Iran-Feindlichkeit, so dass in der Praxis niemand mit dem Iran zusammenarbeitet“, kritisierte der iranische Vize-Ölminister Amir Hussein Samaninia. Deutlich wurde auch Präsident Hassan Ruhani: Die USA sollten ihren „fehlerhaften“ Umgang mit dem Atomabkommen korrigieren, forderte er kürzlich vor der UN-Generalversammlung.

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Erstellt:
1. Oktober 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
1. Oktober 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. Oktober 2016, 06:00 Uhr

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