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Isländer fordern „Iceland“ zurück

07.11.2016

Von ANDRé ANWAR

Foto: dpa

Reykjavík. Lange existierten die 1969 gegründete Supermarktkette Iceland und die nordatlantische Nation Island friedlich nebeneinander. Doch Ende 2014 gelang es den britischen Lebensmittelhändlern, auf EU-Ebene den Namen „Iceland“ für sich zu sichern. Und das nicht nur für den Lebensmittelhandel, sondern vorsorglich auch für andere Branchen, etwa Reise.

Nun wollen die Isländer aber noch mehr für sich werben und haben dafür die teilstaatliche Agentur „Promote Iceland“ gegründet. Prompt kam Einspruch aus Großbritannien. Auch die von der Fischindustrie des Landes gegründete Marke „Iceland Gold“ für Vitaminpillen wurde gestoppt. Die Isländer sind inzwischen stinksauer, das Außenministerium prüft rechtliche Schritte. Weil nach der jüngsten Wahl aber noch keine neue Regierung im Amt ist, wird sich die Rückeroberung des Landesnamen in englischer Sprache noch hinziehen. Dabei gab es frühe Warnungen: Schon vor elf Jahren hatte ein Abgeordneter gefordert, etwas gegen die britische Kette zu unternehmen. Damals aber sah niemand in der Regierung die Notwendigkeit. „Das Land Island hat ja nicht vor, eine Supermarktkette zu starten“, rechtfertig Jon Asbergsson, Chef der Agentur „Promote Iceland“ die frühere Zurückhaltung. André Anwar

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Erstellt:
7. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. November 2016, 06:00 Uhr

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