Ist Bitcoin sicher in Krisenzeiten?

In der Regel werden Kryptowährungen, so etwa der Bitcoin, immer als Anlage mit einem ausgesprochen hohen Risiko assoziiert. Das ist auch richtig. Doch das hohe Risiko macht sich durchaus bezahlt, wenn man den Markt richtig einschätzt. Denn hohe Gewinne sind innerhalb von wenigen Minuten möglich - hier kann kein anderes Asset mithalten.

06.08.2020

Bild: Pixabay

Doch die Gefahr, viel Geld verlieren zu können, schreckt viele Trader ab. Vor allem der sicherheitsorientierte Anleger wird wohl einen Bogen um den Bitcoin machen. Wobei aufgrund der Coronakrise das Interesse an den digitalen Währungen gestiegen ist. Vor allem der Bitcoin, der gerne als digitale Krisenwährung bezeichnet wird, darf sich über eine immer größer werdende Beliebtheit freuen.

Jedoch darf man nicht vergessen, dass zu Beginn der Krise auch der Bitcoin infiziert wurde. Denn lag der Preis des Bitcoin noch zu Beginn des Jahres bei über 10.000 US Dollar, so folgte Anfang März die Talfahrt in Richtung 4.000 US Dollar. Der Bitcoin-Fan hat sich jedoch nicht beunruhigen lassen - schließlich war es nicht die erste Talfahrt. Und vergleicht man die Talfahrt Anfang März mit anderen Abstürzen, so etwa mit dem Jahr 2018, so war die Coronavirus bedingte Korrektur nur eine sanfter Rückgang.

Allzeithoch, Libra-Rückenwind und Covid-19 Absturz

Anfang 2017, als der Bitcoin bei rund 1.000 US Dollar lag, sprachen viele Experten vom Horizont - der Bitcoin hätte jetzt die Decke erreicht und könne gar nicht mehr weiter nach oben. Als dann wenige Monate später die 10.000 US Dollar-Hürde übersprungen wurde, wurde von einer „bald platzenden Blase“ geschrieben. Und als der Bitcoin dann kurz vor 20.000 US Dollar lag, wurden ebenfalls Stimmen laut, die das Ende des Höhenflugs sahen. Diesmal stimmte die Prognose der Kritiker - es ging von über 19.000 US Dollar in Richtung der 10.000 US Dollar; bis Ende 2018 verlor der Bitcoin rund 80 Prozent an Wert und lag nur noch bei 3.000 US Dollar.

Beflügelt durch Libra, die neue Kryptowährung aus dem Hause Facebook, die Anfang 2019 vorgestellt wurde, stieg der Preis des Bitcoin auf fast 14.000 US Dollar. Doch Libra konnte die Kritiker nicht überzeugen - und war die neue Kryptowährung noch zu Beginn ein Motor für den gesamten Kryptomarkt, sorgte Libra dann für einen Absturz im Winter auf rund 7.000 US Dollar.

Wenig später kletterte der Bitcoin wieder auf über 10.000 US Dollar und wurde dann, wie erwähnt, durch das Coronavirus von den Füßen geholt.

Geht es jetzt in Richtung 100.000 US Dollar?

Aber auch Gold musste zu Beginn der Coronakrise einen Preisrückgäng von über 1.600 US Dollar in Richtung 1.500 US Dollar verbuchen. Nun liegt der Goldkurs jedoch - und das erstmalig - bei über 2.000 US Dollar. Und einige Experten sehen den Goldkurs bereits bei 5.000 US Dollar.

Dem Bitcoin wird eine ähnlich rosige Zukunft vorhergesagt. Liegt der Bitcoin aktuell (Stand: Anfang August 2020) bei über 11.000 US Dollar, so sind sich einige Experten sicher, dass es nur noch eine Frage der Zeit sein kann, bis die Kryptowährung die 100.000 US Dollar überspringt.

Doch ganz egal, wie gut die Prognosen auch sind - man darf sie niemals als Garantie verstehen und Summen investieren, die mitunter nicht zur freien Verfügung stehen. Da es nämlich immer in die andere Richtung gehen kann, ist es wichtig, nur Geld in die Hand zu nehmen, das zumindest in der Theorie weniger werden darf.

Man braucht starke Nerven

Wer in Bitcoin investieren will, braucht starke Nerven. Denn innerhalb von Minuten kann der Preis um 400 US Dollar fallen, dann um 600 US Dollar steigen - und blickt man auf die Kurshistorie der letzten Jahre, so ist klar, dass es immer nur um das richtige Zeitfenster geht. Das heißt, man muss einen Höhenflug erkennen und rechtzeitig verkaufen, bevor es wieder nach unten geht.

Doch wer glaubt, eine andere Kryptowährung wäre nicht so „gefährlich“, der irrt. Nur Tether ist ein Stable Coin. Jedoch eignet sich dieser aufgrund der nichtvorhandenen Schwankungen keinesfalls für Spekulationen, um sodann das Geld vermehren zu können.

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Erstellt:
6. August 2020, 10:56 Uhr
Aktualisiert:
6. August 2020, 10:56 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. August 2020, 10:56 Uhr

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