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OB-Wahlkampf in Tübingen

Ja zur Debatte

Letzte Leserbrief-Stimmen zur Oberbürgermeisterwahl in Tübingen am kommenden Sonntag, 19. Oktober.

15.10.2014

In meinen fünf Jahren als Gemeinderätin der Stadt Tübingen habe ich eines an Boris Palmer besonders schätzen gelernt: sein kompromissloses Ja zu jeder Debatte. Er liebt es, Argumente zu messen, den Geist zu schärfen und Worte zu suchen, um das Gegenüber zu erreichen. Gleichzeitig hört er zu und hin und schützt aktiv den Raum der anderen Meinung. Sein demokratisches Grundverständnis ist es, Freiheit als Freiheit der Andersdenkenden zu sehen und zu verteidigen.

Dagegen steht nun eine Bürgermeister-Kandidatin, die nebulös und unklar bleibt. Dazu denke ich: Wer sich nicht positioniert, will sich nicht angreifbar machen. Frau Soltys liebt offenbar die Auseinandersetzung nicht. Das finde ich unter dem demokratischen Aspekt gefährlich. Die Errungenschaft der Demokratie ist es zu reden: „Parlare“ – wie es im Wort Parlament so schön drinsteckt. Im Parlament wird geredet, Macht wird durch Debatten verhandelbar gemacht.

Ich finde: zu dem gerne debattierenden Tübingen passt ein scharfzüngiger Demokrat viel besser als eine schweigende Autokratin.

Evelyn Ellwart, Tübingen, ehemalige AL/Grünen-Stadträtin

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Erstellt:
15. Oktober 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Oktober 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2014, 12:00 Uhr

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