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Jan Frodeno: Der Usain Bolt des Triathlons
Jan Frodeno lehrt die Konkurrenz das Fürchten. Foto: Eibner
Triathlon

Jan Frodeno: Der Usain Bolt des Triathlons

Der 35-Jährige geht als haushoher Favorit in das Rennen auf Hawaii. Die Konkurrenz ist voll des Lobs für den Dominator.

07.10.2016
  • SID

Kailua. Vor dem achtstündigen Höllenritt genoss Jan Frodeno noch einmal die süßen Seiten seiner Sportart. Im Inselparadies von Kailua-Kona schwang der härteste aller „Eisenmänner“ zu hawaiianischen Klängen das Tanzbein – am Samstag hat die Erholung aber ein Ende. „Ich werde wieder alles geben“, sagte der 35-Jährige vor der Ironman-WM, „denn ich hasse es, bezwungen zu werden.“ Was für den Triathleten schlichtweg der Antrieb zu Höchstleistungen ist, dürfte in den Ohren der Konkurrenten wie eine Drohung klingen. Der gebürtige Kölner ist Titelverteidiger, Weltrekordler und Dominator seiner Szene, er ist vor dem wichtigsten und härtesten Rennen der Saison der haushohe Favorit.

Timo Bracht, der beim Rennen über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen auch am Start sein wird, sagte, dass Frodeno „der schnellste Schwimmer, der schnellste Radfahrer, der schnellste Läufer“ sei. Er ist deshalb „eine Kategorie wie Usain Bolt über 100 Meter – da steht der Sieger auch vor dem Start fest“.

Frodeno warnt die Konkurrenz: „Ich bin noch besser drauf als im vergangenen Jahr.“ Damals hatte er nach 8:14:40 Stunden als Erster die Ziellinie überquert und den vorläufigen Höhepunkt der Langdistanz-Karriere gefeiert. Der Olympiasieg 2008 über die Kurzdistanz sei zwar „toll und besonders“ gewesen, aber der WM-Triumph auf Hawaii stehe noch eine Stufe höher: „Weil die Leute damit eher etwas anfangen können und die Anerkennung größer ist.“

Und darum geht es ihm ja eigentlich. Nicht Rekorde, Prämien oder Auszeichnungen treiben ihn an, sondern die Wertschätzung für schier unmenschliche Leistungen. Als sein Dauerrivale Sebastian Kienle vor kurzem von einer „Parallelwelt“ sprach und meinte, er hätte bei einem Ironman „an die Himmelspforte geklopft“, stimmte Frodeno zu: „Ja, es gibt eine andere Welt, in die man eintaucht. Es gibt dann nur noch sich selbst, das Umfeld verschwimmt.“ sid

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07.10.2016, 06:00 Uhr

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