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Japan will mehr Wale töten
Ein japanischer Walfänger hat einen Minkwal harpuniert. Foto: dpa
Fangquote

Japan will mehr Wale töten

Die Kritik an der angeblichen Walforschung prallt an der Regierung in Tokio ab. Es wird noch mehr gejagt.

15.11.2016
  • DPA

Tokio. Die Walfangnation Japan will ihre Jagd auf Meeressäuger im Nordpazifik nach Angaben von Walschützern erheblich ausweiten. Die Fangquoten für Seiwale würden im Zuge eines neuen „Forschungsprogramms“ der Japaner von 90 auf 140 Wale erhöht. Die Quote für Zwergwale sei auf 174 nach bisher 102 Walen gestiegen, teilte die Artenschutzorganisation Pro Wildlife mit. „Das Schlupfloch der Wissenschaft soll noch stärker als bisher missbraucht werden“, kritisierte Sandra Altherr von Pro Wildlife.

Außer im Nordpazifik fängt Japan Wale auch in der Antarktis. Die Nummer Drei der Weltwirtschaft beruft sich dabei auf eine Ausnahmeregelung der Internationalen Walfangkommission (IWC), wonach Wale zu wissenschaftlichen Zwecken getötet werden dürfen.

Die IWC hatte kürzlich ein neues Prüfverfahren für den „Wissenschaftswalfang“ beschlossen. Wer diesen wie Japan betreiben will, muss sein Programm von einer neuen Arbeitsgruppe begutachten lassen. „Japan macht mit seinem neuen Programm deutlich, wie wenig es sich um internationale Konventionen schert“, sagte Altherr.

Programm läuft 12 Jahre

Japans neues Programm für den Nordpazifik laufe über 12 Jahre und solle im kommenden Frühjahr beginnen. Dies sei ein Verstoß gegen IWC-Resolutionen, da der Walfangkommission die Möglichkeit genommen werde, das Programm vor Beginn zu prüfen, kritisierte die Sprecherin von Pro Wildlife. Insgesamt würden 3768 Wale sterben.

Altherr warf Japan außerdem vor, sein neues Walfangprogramm just am Tag der US-Präsidentschaftswahl vorgelegt zu haben: „Das Timing der Pläne ist perfide: Nach der Walfangtagung vor zwei Wochen und mit der Aufregung um Donald Trumps Wahl sollen Japans skandalöse Pläne unter den Radar der öffentlichen Wahrnehmung fallen“, erklärte Altherr. dpa

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15.11.2016, 06:00 Uhr

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