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Kommentar

Jetzt geht es um Größeres

Das Undenkbare ist eingetreten: Ein Mann, den zumindest in Deutschland und Europa kaum jemand ernst genommen hat, steht an der Spitze der größten und wichtigsten Volkswirtschaft der Welt.

11.11.2016

Von HELMUT SCHNEIDER

Sein ökonomisches Programm ist ungefähr so unausgegoren bis gefährlich wie es seine politische Agenda ist. Er will den freien Handel eindämmen – ein Konzept, über das so ziemlich jeder Ökonom den Kopf schüttelt.

Über TTIP schüttelten in der Vergangenheit viele in Deutschland den Kopf, die mit dem Populisten Trump nicht viel gemeinsam haben. Ob sie sich nun, da der TTIP-Gegner US-Präsident wird, klammheimlich freuen?

Die TTIP-Ablehnung entspringt einem ziemlich eingeengten Blick auf Teile des riesigen Vertragswerkes. Jetzt aber, da der erklärte Freihandelsgegner Trump die Wirtschaft in Europa und Deutschland mitprägen wird, richtet sich der bange Blick auf das Ganze. Und damit auf die Notwendigkeit, die ökonomische Zusammenarbeit im Westen nicht zurückzufahren, sondern auszubauen. Das ist der zentrale Gedanke von TTIP.

Trump hat diesem Gedanken, zumindest im Wahlkampf, den Kampf angesagt – und Kopfschütteln ausgelöst. Umso erleichterter ist man, wenn wichtige US-Repräsentanten sich zu TTIP bekennen. Der eingeengte Blick war gestern, jetzt geht es um etwas Größeres.

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Erstellt:
11. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
11. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 11. November 2016, 06:00 Uhr

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