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Mit würzigem Geschmack

Jetzt gibt's auch Mössinger Sommerhonig

Acht Völker arbeiteten an einer neuen Sorte: Sommerhonig aus Mössingen wird sie heißen. Auf den Blumenwiesen der Stadt waren die Bienen unterwegs. Und Imkerin Sabine Schultz war gespannt, was sie abliefern. Jetzt steht fest: 30 Kilo Honig hat jedes Volk eingetragen.

09.09.2010
  • susanne wiedmann

Mössingen. Schon öfter reisten die Völker in die Stadt. In diesen Sommer hatte die Imkerin ihre Holzkästen auf der Blumenwiese bei der Mössinger Steinlachhalle platziert. Hier blühten der Natternkopf, ein ausgezeichneter Nektarlieferant, Mohn, Nachtviolen, Hirtentäschel, Kornblumen, Salbei und wilder Majoran. Und auch die Borretschfelder wurden von den Bienen gerne angeflogen.

„Die Sommertracht war überdurchschnittlich gut durch die heißen Wochen im Juli“, erklärt die Öschinger Imkerin. Und die Blumenwiesen haben ein beständiges Angebot, das Nektar und Pollen liefert. Schultz sagt: „Meine Mädels nutznießen die ganze Stadt.“ Ihr Flugradius beträgt immerhin drei bis fünf Kilometer. So ist eine bunte Mischung entstanden und ein Honig mit würzig-mildem Geschmack, sagt Schultz, die schon sehr viele Anfragen nach der neuen Honigsorte erhalten hat.

Stadtgärtner: Neuer kleiner Baustein

Die Idee eines Mössinger Sommerhonigs ist im Gespräch gereift. Sabine Schultz bespricht sich stets mit Stadtgärtner Dieter Felger, an welchen Plätzen der Stadt sie ihre Völker aufstellen soll. Der Stadtgärtner findet die Idee eines Sommerhonigs „toll und wertvoll, weil sie dazu beiträgt, differenzierter über Blumen und Blüten und Ernte nachzudenken“. So sei ein neuer, kleiner Baustein entstanden, der zur Blumenstadt gehöre und dem ganzen Sinn und Inhalt gebe. „Denn die Blumenstadt braucht Verknüpfungspunkte in der Bevölkerung.“

Jetzt gibt's auch Mössinger Sommerhonig
Hier sammelten ihre Bienen für den Sommerhonig aus Mössingen: Imkerin Sabine Schultz auf der Wiese nahe der Steinlachhalle.Bild: Franke

Uwe Walz, Pressesprecher der Stadt, geht davon aus, dass die Stadt „wohl eine gewisse Menge“ des Honigs abnehmen wird. „Intern haben wir uns aber noch nicht intensiv damit befasst. Ich persönlich finde das gut. Keine Frage.“ Man müsse aber abwarten, bis der neue Oberbürgermeister im Amt ist.

Schultz findet, die Blumenwiesen müssten stärker in das Tourismuskonzept der Stadt eingearbeitet und Hinweisschilder für Besucher aufgestellt werden. Mössingen habe ein begnadetes Angebot für Bienen, nicht nur auf den Blumenwiesen, sondern auch eine ausgeprägte Obstbaumkultur. „Zudem gibt es hier viele Bio-Betriebe, die später mähen.“

Durch die Intensivierung der Landwirtschaft würden nämlich viele Wiesen schon im Mai und Juni zu Silage verarbeitet oder in Biogasanlagen verwertet, erklärt der Stadtgärtner. Dadurch fehlt den Bienen und anderen Insekten wie Schmetterlingen die Nahrungsgrundlage im Frühsommer. Dieter Felger erhält viele Anrufe von interessierten Imkern. Und er bekommt viele Besuche und Anfragen auch von weiter her. Es hat sich herumgesprochen, dass Felger naturnah aussät.

Imker sind ganz aus dem Häuschen

Die Imkervereine seien sehr begeistert. „Die waren ganz aus dem Häuschen“, sagt Schultz über einige Besucher, die sie zu den Wiesen führte. „Ich imkere nicht nur, manchmal setze ich mich einfach unter einen Baum. Ich liebe die Blumenwiesen.“

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09.09.2010, 12:00 Uhr

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