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Der Torjäger verteilt Bonbons

Jonas Frey lobt seine jungen Teamkollegen bei Landesligist TSG Tübingen

Vergangene Saison fast abgestiegen, jetzt Dritter. Landesligist TSG Tübingen hat eine Wandlung vollzogen. Der Torjäger ist aber der gleiche geblieben: Jonas Frey. Der 22-Jährige spricht über die Gründe und die Gesichter des Aufschwungs.

17.10.2014
  • Moritz Hagemann

Tübingen. Wenn Jonas Frey ins Training der TSG Tübingen geht, „reiße ich schon mal große Sprüche“, schmunzelt der Torjäger der Mannschaft. Acht Saisontore hat er erzielt, vier davon allerdings per Elfmeter. Doch auch damit kann man vor den Teamkollegen schon mal prahlen: „Letztes Jahr in der Rückrunde hab‘ ich ja auch nicht so oft getroffen.“ Und genau da hatte die TSG ihre schwerste Phase, verlor sieben Spiele in Serie und wurde bis in den Tabellenkeller durchgereicht. Frey vergleicht die damalige Situation seiner Mannschaft mit der momentanen Misere des Ligarivalen Spvgg Mössingen. „Wenn es nicht läuft, kassiert man eben die Tore am Schluss“, sagt er. Doch bei der TSG läuft es: das 1:1 gegen Pfullingen sowie der 3:2-Siegtreffer bei jenen Mössingern fielen in der Nachspielzeit. Frey: „Letztes Jahr hätten wir diese Spiele verloren.“

Den Hauptgrund für die jüngsten Erfolge sieht der aus Pfrondorf stammende Torjäger jedoch im Training. „Wir sind jetzt immer mindestens 16 Leute“, sagt er. „Das war letzte Runde ganz anders, da hatten wir brutal viele Verletzte.“ Außerdem haben die Jungen eingeschlagen. Allen voran der 18-jährige Lars Lack, der meist hinter Frey die Fäden zieht und von Frey ein Lob erntet: „Lars ist ein Riesenkicker. Er ist brutal schnell und hat einen super Abschluss.“

Doch beispielsweise auch Tammo Heinzler, der nach einem Auslandsjahr in Australien wieder da ist, oder Robin Geiger wissen zu überzeugen. „Bei uns ist jetzt auch ein ganz anderes Tempo drin“, nennt Frey einen zentralen Unterschied zur Vorsaison. Die talentierten Nachwuchsspieler würden immer Gas geben – diese Einstellung übertrage sich.

Relativ flexibel kommt die TSG dagegen in der Systemfrage daher. Als gegen Rottweil der „Zehner“ Lars Lack fehlte, stellte TSG-Trainer Michael Frick vom 4-2-3-1-System auf eine Taktik mit zwei echten Angreifern um (4-4-2). Eine Tatsache, die Frey gefällt: „Ich mag es gerne, wenn vorne noch jemand ist und wir gleich draufgehen können.“ Bei einem zu defensiven System bestünde die Gefahr, dass man sich einlullen lasse. „Und das will ich nicht, ich will mitspielen“, sagt Frey.

Die TSG hat es geschafft, ein Kollektiv zu formen und kann gar langfristige Ausfälle wie die von Max Leibfarth (Kreuzbandriss) kompensieren. In den kommenden Wochen folgen Duelle gegen vor der Runde qualitativ stärker eingeschätzte Teams wie Holzgerlingen, Nehren oder den Young Boys Reutlingen. „Danach wissen wir, wo wir wirklich stehen“, sagt Frey, der bescheiden bleibt: „Nach der letzten Saison schaue ich immer erst nach unten. Da müssen wir genügend Luft schaffen.“ Momentan sind das schon elf Punkte.

Jonas Frey lobt seine jungen Teamkollegen bei Landesligist TSG Tübingen
Bis Sommer 2012 jubelte der nun 22-jährige Jonas Frey für seinen Heimatverein SV Pfrondorf. Jetzt ist er bei der TSG schon einer der erfahreneren Spieler und der Torjäger. Archivbild: Ulmer

„Diese Konstellation hatten wir noch nicht oft“, stellt TSG-Angreifer Jonas Frey fest. Kein Wunder: Als Tabellendritter ist die TSG noch selten zu einem Spitzenspiel gereist. Jetzt das Duell beim Tabellenführer in Holzgerlingen (Sonntag, 15 Uhr). „Wenn wir nicht die Hosen voll haben, ist da schon was drin“, sagt Frey. Der 22-Jährige sagt, dass die TSG befreit aufspielen könne, weil sie momentan keinen Druck habe. Die Hürde könnte allerdings nicht größer sein. Die Spvgg Holzgerlingen ist zuhause noch ungeschlagen, erzielte 14 Treffer in nur vier Heimspielen. Und die Partie bringt nicht nur aufgrund der Tabellenkonstellation ein echtes Duell mit sich: Neben Frey führt Holzgerlingens Simon Hauth die Torjägerliste mit ebenfalls acht Treffern an. Auf diese Liste angesprochen scherzt Frey: „Ihr könnt auch einfach die Torschützenliste groß abdrucken…!“ Die Stimmung bei den Tübingern war selten so gut.

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17.10.2014, 12:00 Uhr

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