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Jonas Frey spielt wie sein Landesliga-Team TSG Tübingen: unbeständig

Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten – in der Fußball-Landesliga macht insbesondere die TSG Tübingen um Torjäger Jonas Frey ihrem Ruf als Leistungs-Jojo der Liga alle Ehre. Gegen die Spvgg Freudenstadt geht es am Sonntag (15 Uhr) auch um die Frage, wo die TSG überhaupt steht.

26.10.2012
  • Ibrahim Naber

Tübingen. Die TSG Tübingen fertigt den VfL Sindelfingen mit 4:1 ab – eine Woche später schlägt der VfL Tabellenführer Nagold mit 1:0. Tübingen ist beim 0:3 in Pfullingen völlig chancenlos – drei Wochen später lässt die Spvgg Mössingen eben jene Pfullinger beim 4:0-Auswärtssieg wie einen überforderten Schuljungen aussehen. Verrückt, verdreht und unberechenbar – was ist nur mit dieser Landesliga los?

Es scheint fast so, als sei in dieser Saison alles noch ein bisschen extremer, als es die vergangenen Jahre sowieso schon war: „Man kann ja quasi vor keinem Spiel mehr wirklich sagen, wer am Ende wohl gewinnt. Das ist ein Ligaphänomen“, beobachtet auch TSG-Stürmer Jonas Frey. Der 20-Jährige weiß nur zu gut, wovon er spricht. Denn wohl in keinem anderen Spieler aus Tübingens Studentenmannschaft spiegelt sich so klar wieder, in welchem Dilemma die TSG auch in dieser Saison wieder einmal steckt: Acht Tore hat Frey in zehn Spielen bisher erzielt – für einen Zugang aus der A-Liga eine tolle Quote. An guten Tagen kann Frey schon jetzt Spiele alleine entscheiden. So wie bei seinen Drei-Tore-Galavorstellungen gegen Schramberg und zuletzt gegen Sindelfingen. Was die Statistik jedoch auslässt: An schlechten Tagen wirkte Frey zuweilen wie ein Schatten seiner selbst. Weg auf einmal das Selbstvertrauen. Weg die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Es ist wohl kein Zufall, dass Frey sieben seiner acht Tore bei Siegen der TSG erzielt hat. Spielte die Mannschaft gut, spielte bisher auch Frey gut. Und genau darin liegt das Problem: Nach hohen Siegen folgte für Tübingen zuletzt immer der tiefe Absturz. So war das nach dem 8:2 gegen Schramberg sowie nach dem 4:1 gegen Salzstetten. Interessant auch: Einmal in Rückstand geraten, hat die TSG bis auf das 2:2 gegen Rottweil alle Spiele verloren.

Wie erklären sich diese Schwankungen, die bei der TSG nach den Erfahrungen der vergangenen Saisons fast schon chronische Züge aufweisen? „Wir wissen das selber manchmal nicht. Nur eines kann ich ausschließen: Das hat sicher nichts mir Überheblichkeit zu tun!“, erklärt Frey, der zugibt, nicht mit so einem „Riesenunterschied“ zwischen A-Liga und Landesliga gerechnet zu haben: „In der Landesliga ist alles zehn Mal schneller. Bei der Ballannahme erst einmal gemütlich zur Seite zu schauen wie in der A-Liga, ist nicht mehr möglich. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen.“

Auch wenn er ähnliche Torquoten aufweist, sieht sich Frey noch ein gutes Stück von den besten Stürmern der Liga um Sebastian Braun, Pedro Keppler oder Andreas Poser entfernt: „Im Vergleich fehlt mir da noch so viel! Die machen auch Tore, wenn sie 80 Minuten keinen Ball bekommen oder einfach mal schlecht spielen. Das ist sicher auch eine Frage von Erfahrung.“ Wie ist diese TSG in dieser Saison nun jetzt eigentlich einzuschätzen? Auch nach zuletzt zwei Siegen in Serie ist diese Frage kaum zu beantworten. Vielleicht bringt das Spiel gegen Freudenstadt neue Erkenntnisse. Oder auch nicht.

Jonas Frey spielt wie sein Landesliga-Team TSG Tübingen: unbeständig
„In der Landesliga ist alles zehnmal schneller“: Tübingens Jonas Frey (links gegen Mössingens Florian Stopper). Bild: Ulmer

Für den Freudenstädter Trainer Jens Bertiller ist der Gegner TSG Tübingen so was wie eine „Wundertüte“: „Tübingen ist auch in dieser Saison schwer einzuschätzen, die hatten schon komische Ergebnisse“, sagt er. Freudenstadts Co-Trainer Sergej Steblau schaute sich die TSG einmal an, wie auch einige Spvgg-Kicker das Tübinger Gastspiel in Salzstetten begutachtet hatten. Zudem besorgte sich Jens Bertiller noch weitere Details von einem Trainerkollegen der Landesliga. Bertiller fordert: „Den offensiv veranlagten und spielstarken Tübingern müssen wir den Spaß am Fußball nehmen, da sind Laufbereitschaft und Kampfkraft des gesamten Teams gefragt.“ mak

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26.10.2012, 12:00 Uhr

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