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Ein Wannweiler auf Platz 3

Jugend debattierte in Berlin

Zum Bundessieger hat es nicht gereicht, dennoch war der Wannweiler Nico Bosler nach dem Berliner Debattier-Finale zufrieden, bei dem er es auf Platz 3 seiner Altersgruppe schaffte.

29.06.2014
  • ST

Berlin. Bosler war am Samstag beim Bundesfinale Jugend debattiert in Berlin als Finalist für die Sekundarstufe I des Reutlinger Kepler-Gymnasiumsebgetreten.

„Durch Jugend debattiert habe ich gelernt, anderen Leuten zuzuhören und wie viel Gewicht das eigene Wort haben kann“, so der 14-Jährige, der sich nun unter anderem über eine siebentägige rhetorische Fortbildung freuen darf.

Bundespräsident Joachim Gauck, Schirmherr des Projekts, ehrte die Gewinner während der feierlichen Veranstaltung in Berlin. Zuvor qualifizierten sich die jungen Debattanten in den vergangenen Monaten auf Schul- Regional- und Landesebene für das große Finale, bei dem sie demonstrierten, was gute Debatten auszeichnet: Fairness, Sachlichkeit und das sorgfältige Abwägen der stärksten Argumente.

Im Sendesaal des rbb verfolgten rund 800 Zuhörerinnen und Zuhörer die beiden Finaldebatten, die nach klaren Regeln abliefen: pro Debatte vier Schüler(innen), eine Streitfrage, 24 Minuten Dauer. Die 14jährige Lena Volk von der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich überzeugte bei der Frage „Sollen in Deutschland Präparate zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit rezeptfrei erhältlich sein?“, dem Thema für die Klassen 8 bis 10. Sie argumentierte eindrucksvoll gegen eine Freigabe.

Als Preis für ihren heutigen Erfolg erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundesfinales die Aufnahme in das Alumni-Programm Jugend debattiert sowie eine siebentägige Akademiewoche mit weiterer rhetorischer Fortbildung.

Über 175.000 Schülerinnen und Schüler und ca. 7000 Lehrkräfte an fast 1000 Schulen haben sich im laufenden Schuljahr an Jugend debattiert beteiligt. Eine fachkundige Jury hat die Debatten öffentlich nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft bewertet und die Siegerinnen und Sieger bestimmt.

Bundespräsident Gauck hob in seiner Ansprache hervor: „Demokratie braucht auch Leben und Bürgerinnen und Bürger, die von ihren Rechten Gebrauch machen, sich einmischen und mitgestalten wollen, die mutig und selbstbewusst eingreifen in die Debatten. Jugend debattiert trägt dazu bei, dass junge Menschen zu überzeugten und überzeugenden Demokraten heranwachsen.“

Sylvia Löhrmann, Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2014, äußerte sich begeistert über die Unterrichtsreihe und die Debattierfreude der Jugendlichen im Wettbewerb: „Jugend debattiert trägt dazu bei, dass Jugendliche an allen weiterführenden Schulen lernen, zu debattieren - kompetenzorientiert und nach bundesweit einheitlichen Regeln. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, wie herausfordernd und bereichernd es sein kann, Themen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, sich eine Meinung zu bilden und diese zu artikulieren. In fast jedem Land ist auch der Landtag als Ort der parlamentarischen Debatte Kooperationspartner. Jugend debattiert ist ein Musterbeispiel für ein erfolgreiches Zusammenwirken der einzelnen Länder gemeinsam mit vier großen Stiftungen.“

Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, betonte: „In Debatten kommt es darauf an, gut zu präsentieren und kritischen Nachfragen standzuhalten. Diese Fertigkeiten helfen ebenso im Bewerbungsgespräch wie in vielen Alltagssituationen. Eine Teilnahme bei Jugend debattiert stärkt Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg der Persönlichkeitsbildung.“

Jugend debattiert wird getragen von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Kooperationspartner sind die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Mit Jugend debattiert wollen die Träger Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 ermutigen, ihre eigene Sprache zu finden und um das beste Argument zu ringen. Die Themen des Wettbewerbs führen die Schülerinnen und Schüler an Politik heran und motivieren sie zum demokratischen Handeln. Die Lehrkräfte sind dabei wichtige Partner, denn sie vermitteln im Unterricht, Meinungsstreit fair und sachbezogen auszutragen.

Jugend debattierte in Berlin
Nico Bosler

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29.06.2014, 12:00 Uhr

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