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Holunderröhrchen zum Pusten

Jugendfarm auf den Härten ist auch in den Ferien beliebt

Feuer machen, klettern,basteln oder werken? ImFerienprogramm derJugendfarm auf den Härten haben Kinder freie Auswahl.

27.08.2010
  • Diana Nägele

Kusterdingen. Kinder führen Schafe an der Leine spazieren, andere basteln Holunderketten, eine Gruppe Jungs kommt mit Feuerholz aus dem Wald. In der Kusterdinger Jugendfarm können Kinder das machen, worauf sie Lust haben und was ihnen Spaß macht.

Letztes Jahr bot die Jugendfarm erstmalig dieses Programmschema an, und es hat sich bewährt. Nach Pfingsten begann der Vorstand mit der Suche nach Eltern, die einen oder mehrere Nachmittage in der Jugendfarm gestalten. Etwa 20 Mütter und Väter werken, basteln und kochen während den Ferien meist mit etwa 40 Kindern. An drei Nachmittagen in der Woche ist die Farm geöffnet, an zweien davon können sich die Kinder unter Anleitung kreativ betätigen.

Dabei entstanden unter anderem Linoldrucke, geschmiedete Hufeisen und Messer oder selbst gestaltete Tücher und Gewänder, dieses Jahr zum Thema Mittelalter. Am Mittwoch bastelten Sabine Hillmann und Sabine Rieber mit den Kindern Holunderketten und Spuckröhrchen. Äste vom Holunderstrauch höhlten die Kinder mit Feilen aus und färbten sie anschließend rot mit Holunderbeeren, grün mit Holunderblättern. Anschließend fädelten sie diese „Perlen“ auf Lederbänder. Manche fädelten dazwischen bunte Holzperlen. Franziska Theß hat nicht wie viele andere nur ein paar Perlen aufgefädelt, sie hat sich eine ganze Perlenkette gebastelt. „Ich wollte einen Verschluss haben, deshalb habe ich mir das mit der Perle einfallen lassen.“ Als Verschluss hat die zehnjährige eine rote Perle an das Lederband geknotet, die sie durch eine Schlaufe zieht, und die geht nicht verloren.

Andere höhlten Zweige vom Holunder aus und bastelten Spuckröhrchen daraus wie Noa Walker, Pia Läpple (beide sieben) und Clara Burger (sechs Jahre). Sie stecken dann kleine Papierkügelchen oder Holunderbeeren hinein und pusten kräftig, so dass die Beere in hohem Bogen auf andere fliegt. Sie lachen, wenn sie sich gegenseitig getroffen haben.

Kinder, die nicht beim Programm mitmachen möchten, können sich auf dem Gelände austoben, im Wald „Räuber und Gendarm“ spielen oder sich um die Tiere kümmern. Jeden Samstag herrscht „offener Betrieb“ auf dem Gelände. „Die Kinder sollen sich auch selber was suchen“, sagt Susanne Fallscheer vom Vorstand.

Eine Gruppe bringt gerade die vier Schafe der Farm zurück in den Stall. Marius Götz kennt sich mit den Tieren gut aus. Er war bis vor zwei Jahren für sie verantwortlich. „Die sind lieb, die machen nichts“, sagt der 18-Jährige. Anders sei es bei den Ziegen. Die seien zu wild. Katharina Weeser (elf) und Annegret Fiebig kommen jeden Sonntag auf die Farm, um alle Tiere zu füttern. Auch sonst lassen die beiden Mädchen keine Gelegenheit aus, um bei ihren Lieblingen zu sein.

„Hier kann man auch Jüngeren zeigen, wie man mit Tieren umgeht“, sagt die zwölfjährige Annegret. Carla Wiedemer kommt nicht nur wegen der Tiere her. „Hier kann man klettern und Frösche im Moor fangen“, sagt die Elfjährige. Dass sie dabei dreckig werden, stört weder sie noch die Eltern. „Das gehört dazu, so macht es erst richtig Spaß“, sagt Carla. „Und wo kann man schon ein ganzes Haus bemalen?“ fügt sie hinzu und deutet mit einem Schmunzeln auf die selbst gezimmerten Baumhäuser.

Jugendfarm auf den Härten ist auch in den Ferien beliebt
Die Schafe sind zwar immer in der Kusterdinger Jugendfarm, aber in den Sommerferien haben sie viel mehr Kinder als Betreuer. Hier von links: Anton (sieben Jahre), Felix (elf), Pia (sieben), Emily (acht), Carla E. (sechs), Cedric (zehn), Carla W. (elf), Johannes (neun), Annegret (zwölf) und Katharina (zehn). Und so heißen die Schafe (von links): Piccolo, Paul, Betty (im Hintergrund) und Luke . Bild: Sommer

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27.08.2010, 12:00 Uhr

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