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Eine neue Rampe soll her

Jugendliche wollen die Skateranlage attraktiver gestalten

Der Skaterplatz am Tübinger Tor weicht der Stadthalle. Die neue Anlage kommt in den Bürgerpark. Jugendliche schlagen eine Rampe vor, um sie attraktiver zu machen – Kostenpunkt 11 000 Euro.

27.08.2010
  • annett winkle

Reutlingen. Derzeit verstellen Bauzäune und Bauschutt die Sicht auf den Skaterplatz am Tübinger Tor. Die Rampen wurden fast komplett eingezäunt, da auf dem Gelände nebenan die neue Stadthalle errichtet wird. Baustellenfahrzeuge könnten so ungehindert ein- und ausfahren, erklärt Streetworker Michael Glück von der Mobilen Jugendarbeit.

Durch die Zäune fühlen sich die Jugendlichen „abgeschoben“, sagt er. Auch der Reiz, vorbeilaufende Passanten mit waghalsigen Sprüngen zu begeistern, sei weg. Von außen hat man kaum noch Einblick. Prinzipiell stelle die Anlage am ZOB aber einen attraktiven Platz dar, der von den Jugendlichen sehr gut angenommen werde, sagt Bärbel Pechar vom Amt für Schulen, Jugend und Sport. Es sei ein zentraler Standort, an dem viele Schulwege vorbei führen. Auch die direkte Busanbindung sei für die Jugendlichen wichtig. Allerdings müssen die Rampen bald der neuen Stadthalle weichen.

Quarter-Rampe für noch höhere Sprünge

Die Verlegung in den neuen Bürgerpark hinter dem ZOB-Gelände ist auf Ende 2011 geplant. Die Innenstadtnähe würde dort beibehalten werden, so Pechar. Zusammen mit Mitgliedern des Jugendgemeinderates (JGR) hat die Jugendreferentin bereits mehrere Treffen mit Skatern und Bikern organisiert. Zum ersten Treffen seien voriges Jahr über 40 Interessierte gekommen. Man wolle Jugendlichen ein Mitspracherecht bei der Planung geben. Sie können ihre Ideen mit einbringen und sich bei der Gestaltung des neuen Skaterplatzes beteiligen.

Sebastian Hoebel, Mitglied im JGR und selbst begeisterter BMX-Fahrer, unterstützt die Anschaffung einer neuen „Quarter-Rampe“ – möglichst schon vor dem Umzug der Anlage. „Durch den spitzeren Winkel kann man höhere Sprünge machen“, erklärt der 17-Jährige, der seit viereinhalb Jahren mit seinem BMX unterwegs ist und große Sprünge macht.

11 000 Euro seien für so eine Rampe notwendig. Zwar kamen bis jetzt 4500 Euro im Spendenfonds zusammen, aber das restliche Geld fehlt noch. Sponsoren aus dem Raum Reutlingen sollen helfen, sagt Hoebel, bisher hatte seine Suche jedoch nur mäßigen Erfolg. Der Biker hofft, dass durch eine neue Rampe mehr BMX-Fahrer an die Anlage gelockt werden, denn die bisherigen Rampen eignen sich vor allem für die Skateboardfahrer. „Hier fahren hauptsächlich Skater, die Biker gehen eher zu der Rampe an der Eishalle“, sagt der Jugendgemeinderat, auch wenn diese nicht so zentral gelegen ist.

Auf dem Bauzaun rund um den bisherigen Skaterplatz sind noch freie Werbeflächen zu vermieten. Die Einnahmen könnten es ermöglichen, eine neue Rampe anzuschaffen – hofft Hoebel. Auch Streetworker Michael Glück ist auf die Gestaltung des neuen Skaterplatzes gespannt. Er hofft, dass die Anlage etwas attraktiver als die Jetzige wird, zum Beispiel mit Sitzgelegenheiten und einer Überdachung. Momentan gleiche die Anlage nur einem „Betonplatz“. Hoebel sagt, konkrete Pläne gebe es noch nicht, allerdings plane der JGR weitere Treffen mit Skatern und Bikern nach den Ferien.

Jugendliche wollen die Skateranlage attraktiver gestalten

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27.08.2010, 12:00 Uhr

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