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Singende Popper und Polizisten

Jugendmusicalgruppe der Musikschule widmet sich den Achtzigern

Die Jugendmusicalgruppe „Sunstage“ der Musikschule Rottenburg zeigt am Wochenende das Stück „Zwillingsmond.“ In der 80er-Jahre Geschichte geraten jugendliche Ökos, Popper und Waver aneinander.

12.06.2015
  • Werner Bauknecht

Rottenburg. Christina Lenz besorgte wieder Text und Musik, führte außerdem Regie, während Musikschuldirektor Karlheinz Heiss, die musikalische Leitung übernommen hatte. Am Donnerstag war in der Zehntscheuer Generalprobe des Musicals „Zwillingsmond“.

Es ist das Jahr 1982, und spätestens als alle gemeinsam Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ singen, wird das auch musikalisch deutlich. Damals prallten noch Lebenswelten aufeinander. Popper frönten dem Konsum, Ökos tüftelten an umweltbewußten Strategien und Waver machten – Kunst. Da war Kommunikation nicht ganz einfach.

Zum Probenbeginn werden erst mal einige Songs eingeübt. Besonders traurig: Greta Koditek, die die Gina spielt, kann nicht: Nach dem Schullandheim ist die Stimme weg. „Morgen klappt das wieder“, beruhigt Klenz. Dann verschwinden alle hinter der Bühne, der Vorhang öffnet sich und der Durchlauf beginnt. Karlheinz Heiss sitzt am Piano, spielt die Musik live ein. Nur manche Songs der Neuen Deutschen Welle kommen vom Band. Auf der Bühne veranstalten die Teenager ein Seefest, und entsprechend sind sie auch gekleidet. Im Sand proben die Waver einen Shakespeare ein, den Sommernachtstraum. Sie suchen noch Mitspieler, aber für die Popper ist das igitt. Nur Lena findet nichts dabei und erklärt sich dazu bereit.

Die Ökos entern die Strandszene mit Transparenten: „Unsere Umwelt geht jeden an.“ Für die anderen sind sie eine Lachnummer, denn die haben erst mal Feiern im Sinn. Häufig werden die einzelnen Szenen mit Popmelodien eingeleitet, die positive Stimmung von Sommer, Sonne, Strand kommt an.

Doch das Ganze bekommt eine dunkle Wendung. Denn Lena ist, als sie nach der Shakespeare-Probe etwas angeschickert eingeschlafen war, am nächsten Morgen verschwunden. Nur ihr weißes Kleid wird entdeckt. Die herbeigerufene Polizei tut ihre Meinung erst mal mit einem Lied kund. Dann beginnt die hektische Suche nach der Verschwundenen.

So mancher Einsatz lief am Donnerstag noch nicht ganz rund, aber die Regisseurin blieb ganz entspannt und die Stimmung unter den Jugendlichen bestens. Schüler und Eltern jedenfalls dürfen sich auf ein farbenfrohes und spannendes Musicalspektakel freuen.

Info Eine öffentliche Aufführung gibt es am Samstag, 13. Juni, ab 19 Uhr in der Zehntscheuer.

Jugendmusicalgruppe der Musikschule widmet sich den Achtzigern
Ein Mädchen ist verschwunden und die Polizei stellt sich singend vor im Jugendmusical der Musikschule. Bild: Bauknecht

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12.06.2015, 12:00 Uhr

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