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Junger Australier heißt „Phuc Dat Bich“ und wird immer wieder gesperrt
Wenn Facebook Namen nicht mag

Junger Australier heißt „Phuc Dat Bich“ und wird immer wieder gesperrt

Weil Facebook ihm nicht glaubte, dass Phuc Dat Bich sein echter Name war, wurde ein Australier gesperrt. Er wehrt sich mit einem Foto.

25.11.2015
  • BARBARA BARKHAUSEN

Sydney. Ärger mit Namen gab es schon immer: Nicht jeder will Pumuckl, Fanta oder Pussy (besonders beliebt in Rumänien) heißen. Aber auch viele mit ganz konventionellen Namen sind nicht immer mit der Wahl ihrer Eltern zufrieden.

Besonders hart hat es aber den Australier Phuc Dat Bich getroffen, dessen Name in der englischen Ausspracheform „fuck that bitch“ (F . . . . dieses Luder) ähnelt. Er handelte sich nicht nur dumme Sprüche von Freunden und Kollegen ein, sondern hatte laufend Probleme mit seinen Accounts in sozialen Medien. Facebook sperrte wiederholt seinen Account.

So wollten die Administratoren von Facebook ihm nicht glauben, dass Phuc Dat Bich sein wirklicher Name war und schalteten seine Seite wiederholt ab. Das frustrierte den 23-Jährigen so sehr, dass er vor einigen Monaten ein Foto seines Passes auf seine Facebook-Seite hochlud, um zu beweisen, dass der Namen keinesfalls ein Scherz ist.

„Ich finde es höchst irritierend, dass niemand mir zu glauben scheint“, schrieb der junge Bankangestellte. Sein voller legaler Name laute eben so, kommentierte er das Bild seines Passes. „Ich bin schon beschuldigt worden, einen falschen und irreführenden Namen zu verwenden und ich finde das beleidigend.“ Er vermutete, dass gar Rassismus dahinter stecken könnte und fragte: „Ist es, weil ich Asiate bin?“ Facebook habe seine Seite nun mehrere Male bereits gesperrt und ihn aufgefordert, seinen Namen in seinen „echten“ umzuändern. Deswegen wolle er nun bekanntgeben: „Das ist mein Name. Hochachtungsvoll, Phuc Dat Bich.“

Seit seinem Posting verbreitete sich seine Nachricht im Netz. Inzwischen wurde sie über 84 000 Mal geteilt und hat über 164 000 Likes. Auch Facebook scheint ihm inzwischen zu glauben: Denn sein Account ist seitdem online. Dort dankte er nun allen für die Unterstüzung. Er freue sich, dass er die Menschen zum Lachen gebracht habe.

Wichtig zu wissen ist dabei vielleicht auch noch, dass Phuc Dat Bich auf Vietnamesisch eher „Phoo Da Bic“ ausgesprochen wird: Seinen Eltern kann der junge Mann also nicht bösen Willen vorwerfen.

Anders war dies 2008 jedoch in Neuseeland. Dort fand ein damals neunjähriges Mädchen seinen Namen so peinlich, dass es sogar vor Gericht zog, um den Vornamen ablegen zu dürfen. Der Name des Mädchens lautete: „Talula does the Hula From Hawaii“. Das neuseeländische Gericht schlug sich auf die Seite des Kindes und die Eltern verloren gar das Sorgerecht. Die Tochter suchte sich einen eigenen Vornamen aus, der vom Gericht jedoch nicht bekanntgegeben wurde.

Den entgegengesetzten Fall gab es aber auch schon - ebenfalls am anderen Ende der Welt. Dort hat sich ein Mann 2014 nach einer verlorenen Wette in einen 99 Zeichen langen Namen umbenannt und hieß danach: „Full Metal Havok More Sexy N Intelligent Than Spock And All The Superheroes Combined With Frostnova“.

Vor allem bei Bewerbungsgesprächen könnte sich dieser Name als problematisch erwiesen haben, der auf Deutsch in etwa lautet: „Vollmetall-Havok, der sexyer und intelligenter ist als Spock und all die anderen Superhelden mit Frostanova“. Havok ist der Name einer Band.

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25.11.2015, 08:30 Uhr | geändert: 25.11.2015, 06:01 Uhr

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