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Stuttgart

Jusos legen Stuttgart 21-Sprecher Rücktritt nahe

Die Jusos fordern die Offenlegung sämtlicher Informationen zu Stuttgart 21. Außerdem legt die Nachwuchsorganisation der SPD dem derzeitigen Sprecher Wolfgang Drexler (SPD) den Rücktritt nahe.

26.08.2010

Stuttgart. Auf scharfe Kritik und Unverständnis stößt bei den baden-württembergischen Jusos die Informations- und Kommunikationspolitik der „Stuttgart 21“-Projektpartner, allen voran der schwarz-gelben Landesregierung. „Wer nur scheibchenweise mit der ganzen Wahrheit rausrückt, muss sich nicht wundern, wenn der Protest gegen das Bauprojekt täglich zunimmt“, so der Juso-Landesvorsitzende Frederick Brütting.

Nach Ansicht der Jusos muss jetzt alles auf den Tisch: Die komplette Veröffentlichung des sma-Gutachtens, eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob die angekündigten zeitlichen Einsparungen realistisch sind, und wie der Nutzen für den Fern- und Güterverkehr tatsächlich aussieht.

Transparenz und Offenheit verlangen die Jusos aber auch vom Sprecher des Projekts „Stuttgart 21“, Wolfgang Drexler. Nach eigener Aussage auf der Homepage des Bahnprojektes sei er angetreten, den Menschen die Angst vor dem Projekt zu nehmen, sie beim Bau mitzunehmen und sie über alles genau zu informieren. Das aber habe Drexler nach Ansicht des SPD-Nachwuchses auf Grund der in der Vergangenheit gemachten Fehler der Projektpartner nicht einlösen können.

Drexler solle zurücktreten. Dadurch werde der Weg für eine differenzierte Haltung der SPD bei „Stuttgart 21“ frei: „Die SPD-Spitze muss endlich anerkennen, dass in der SPD über das Projekt kontrovers diskutiert wird, so wie es sich für eine Volkspartei auch gehört“, so Brütting. Die SPD-Spitze dürfe jetzt nicht den Fehler machen, die Proteste zu ignorieren und die Demonstranten in die Schmuddelecke zu stellen.

Auch der Stadt Stuttgart und dem Verband Region Stuttgart hätte eine Bürgerbefragung gut angestanden, um ein Stimmungsbild der Bevölkerung zum Projekt einzuholen, so die Jusos
abschließend.

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26.08.2010, 12:00 Uhr

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