Tübingen · Cyber Valley

KI-Forschung: Beirat soll Folgen bewerten

Das Wissenschaftsministerium besetzt das Gremium, das ein ethisches Leitbild für den KI-Verbund entwickeln soll.

27.08.2019

Von an

Ein öffentlicher Beirat soll die Forschung im Cyber Valley auf ethische und gesellschaftliche Folgen hin bewerten. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hat jetzt neun Mitglieder berufen. Fünf Vertreter in dem Gremium kommen aus dem Kreis Tübingen:

Prof. Regina Ammicht Quinn, Sprecherin des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität

Prof. Heinrich Bülthoff, ehemaliger Direktor des Tübinger Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik

Prof. Ulrich Hemel, Direktor des Weltethos-Instituts

die Wissenschaftsjournalistin Nicola Wettmarshausen

Zudem wird es einen gewählten Vertreter aus dem Tübinger Gemeinderat geben.

Letzteres war dem Tübinger Gemeinderat ein großes Anliegen. Anfängliche Pläne für die Besetzung des Öffentlichen Beirats sahen wohl nicht vor, dass Tübinger Gemeinderäte darin vertreten sind. Diese hatten schon früh darauf gedrängt, dass für die KI-Forschung im Cyber Valley ein ethisches Leitbild entwickelt wird – und die Grundstücksvergabe an Amazon daran geknüpft. Ziel müsse eine „überprüfbare Selbstverpflichtung sein, woran und mit welchem Ziel im Cyber Valley-Verbund geforscht wird“, so eine von AL/Grüne, CDU, SPD, Tübinger Liste und FDP beschlossene Erklärung.

Der Öffentliche Beirat des Cyber Valley („Public Advisory Board“) ist ein unabhängiges Gremium, das Einblick in alle Förderanträge hat und Transparenz schaffen soll. an

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Erstellt:
27. August 2019, 01:30 Uhr
Aktualisiert:
27. August 2019, 01:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. August 2019, 01:30 Uhr

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