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Lebensmittel

Kaffee wird in Zukunft eher teurer

Auf längere Sicht gibt es gute Gründe, warum der Preis für das Lieblingsgetränk der Deutschen weiter steigt.

13.01.2017

Von dpa

Die Anbauflächen für die Kaffeebohne werden knapp. Foto: Z1008/_Jens Kalaene

Hamburg. In der nächsten Woche müssen die Kunden des Kaffeerösters Tchibo 30 bis 50 Cent mehr für ein Pfund Kaffee bezahlen. Ein Pfund der Tchibo-Sorte „Feine Milde“ kostet dann 5,99 EUR statt 5,69 EUR. Gründe sind die Entwicklungen auf den Rohkaffeemärkten und die Devisenkurse. Gegenwärtig kostet ein Pfund Rohkaffee (453 Gramm) knapp 1,50 Dollar.

Das ist zwar deutlich unter dem Höchstpreis im November vergangenen Jahres mit 1,74 Dollar. Zuvor hatte der Preis aber jahrelang niedriger gelegen. Verschärft wurde die Entwicklung durch den Verfall des Euro gegen den Dollar, weil Kaffee in Dollar bezahlt werden muss. „Werden Rohkaffee und der Dollar billiger, gehen die Verkaufspreise wieder runter“, verspricht Tchibo-Chef Thomas Linemayr den Kunden.

Kaffee ist mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 162 Litern jährlich das beliebteste Getränk in Deutschland, noch vor Mineralwasser und Bier. Kaffee wird immer öfter außer Haus konsumiert, in Coffee-Shops, Cafés und Bäckereien, und er ist geschmacklich immer mehr ausdifferenziert, von Espresso bis Latte Macchiato und Cappuccino. Hochpreisige Kaffeemaschinen sind zu Statussymbolen geworden, moderne Kapsel-Systeme machen dem traditionellen Filterkaffee Konkurrenz, der gleichwohl nach wie vor den Großteil des Marktes ausmacht.

Mittelfristig weisen die Indizien auf steigende Preise hin. Die Nachfrage steigt. Das liegt zum einen an der wachsenden Weltbevölkerung. Zum anderen werden die Anbauflächen knapp. „Der Klimawandel setzt ein und macht bestimmte Flächen weniger geeignet für den Kaffeeanbau“, sagt Claudia Brück von der Organisation TransFair in Köln. Qualitativ guter Kaffee wächst in Höhenlagen in Äquatornähe, die nicht beliebig vermehrbar sind.

Fair gehandelter Kaffee, bei dem die Kleinbauern noch eine Extra-Prämie erhalten, wird in Deutschland immer beliebter. Der Marktanteil liegt aber gerade mal bei 3 bis 4 Prozent. dpa

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Erstellt:
13. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2017, 06:00 Uhr

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