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Interview mit dem Petrosawodsker Journalisten Anatolij Zygankov

Kalkül der USA

Leserbriefschreiber Hans Staiger hatte den Petrosawodsker Journalisten Anatolij Zygankov kritisert.

22.11.2014

„Unsere offene und kritische Gesellschaft.“ Wes heimattrunken‘ Herz und Mund diese Hymne singt und wer zugleich artig schluckt, dass große Tageszeitungen ihre Foren wegen der Übermacht streitbarer Stimmen schließen, die sie als kriegspropagandistische Seuchenherde entlarven, der gehört gewiss nicht zu ihren Rettern. Schon viel eher dagegen Russland, das im Gegensatz zu dem vom Westen entworfenen Bild des „Aggressors“ auf permanente Provokationen nicht im gleichen Ton, sondern mit dem Aufruf zur Bildung einer kooperativen pluralen Weltordnung gleichberechtigter Partner antwortet.

Lobenswert ist dabei insbesondere, dass Putin vorrangig die EU umwirbt. Denn das Kalkül der USA, ihr „pazifisches Projekt“, sieht einen neuen eisernen Vorhang zwischen der EU und Russland vor. Die USA versuchen, durch Anheizen des Ukraine-Konflikts von außen einen Keil zwischen Ost- und Westeuropa zu treiben, um die EU als ihr Hinterland in ihren Auseinandersetzungen hinter sich zu bringen – gegen China mit Russland als seinem Hinterland. Das ist der ganze Edelsinn, der hinter den Forderungen der selbsternannten Weltpolizei nach harten Sanktionen gegen Russland steckt.

Lässt Merkel angesichts dessen noch länger den Zeigefinger der USA in ihrem Marionetten-Kopf stecken und deren Mittelfinger durch ihre rechte Hand gen Russland recken, oder geht sie endlich auf eigenen Beinen auf die zu, die von Gorbatschow (Gemeinsames Haus Europa) bis Putin schon immer Andockversuche an den Westen gemacht haben, aber stets die kalte Schulter gezeigt bekamen?

Uwe Brauner, Tübingen

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22.11.2014, 12:00 Uhr

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