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Heute „here“, morgen dort

Kamerafahrzeuge für Nokia-Kartendienst in Tübingen und Reutlingen unterwegs

Nach Google mit „Streetview“ und Microsoft für die „Bing Maps“ schickt sich nun auch Nokia an, für den hauseigenen Online-Kartendienst „Here“ deutsche Städte straßenweise abzufotografieren.

19.06.2014
  • Hans-Jörg Schweizer

Tübingen/Reutlingen. Laut online veröffentlichtem Zeitplan für die Kamerafahrten sind im Juli 2014 neben Stuttgart und anderen größeren Städten in Deutschland auch Tübingen und Reutlingen an der Reihe. Wann genau? Das ließe sich vorab nicht so genau sagen, meint ein Nokia-Sprecher auf Nachfrage.

Zwar seien nicht alle der eingesetzten Autos blau (wie im Bild), jedoch seien alle Kamerafahrzeuge mit einem Here-Logo versehen und schon wegen der technischen Aufbauten deutlich erkennbar. Und was tun, wenn jemand nicht will, dass sein Haus in den Here-Maps erscheint? „Wir gehören zu den Erstunterzeichnern des Kodex für Geodatendienste, der 2011 vorgestellt wurde“, so der Nokia-Sprecher. Dieser Kodex regelt, dass Berechtigte ab Bereitstellung des Bildmaterials zum Abruf über das Internet die unbefristete Möglichkeit haben, die Unkenntlichmachung ihres Hauses - ganz oder teilweise - zu verlangen.

„Diese Möglichkeit besteht sowohl online als auch offline“, so der Sprecher. Genaue Adressen nennt er nicht. Auf den Here-Seiten heißt es: „Das entsprechende Link finden Sie dort, wo Sie die Bilder gesehen haben.“ Bayerische Datenschützern haben herausgekriegt, dass Briefe an Nokia in Finnland geschickt werden müssen, E-Mails – die auch in deutscher Sprache geschrieben sein können – sollen demnach an die Adresse privacy@here.com geschickt werden.

In der Regel erscheinen die Aufnahmen erst Monate nach den Kamerafahrten im Netz. Denn: „Fotografie ist noch keine Kartografie", sagt der Mann von Nokia, Die Fotos seien nur ein Aspekt. „Es geht auch darum, Informationen zu Straßenbeschilderungen, Ampeln und weiteren Orientierungspunkten aufzunehmen.“ Diese seien von großer Bedeutung für Karten- und Navigationssoftware – zum Beispiel würden Geschwindigkeits- oder Gewichtsbeschränkungen, Einbahnstraßen und Ähnliches auf diese Weise in den Datenbestand aufgenommen. Sprachgeführte Navis würden mit diesen Infos praxisorientierte Hinweise ausgeben. Statt „in einhundert Metern links abbiegen“ sage der elektronische Beifahrer dann „an der nächsten Tankstelle links abbiegen“. hz / Bild: Nokia

Kamerafahrzeuge für Nokia-Kartendienst in Tübingen und Reutlingen unterwegs
Vollgestopft mit Technik: So sieht es im Innern eines Kamerafahrzeugs aus.

Kamerafahrzeuge für Nokia-Kartendienst in Tübingen und Reutlingen unterwegs
Nicht unbedingt blau aber deutlich mit dem Here-Logo gekennzeichnet sind die Kamerafahrzeuge von Nokia.

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19.06.2014, 12:00 Uhr

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