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Kampf für die Freiheit des Wortes
Künstler David Hockney brachte iPad-Bilder mit. Foto: dpa
Kunst und Kultur

Kampf für die Freiheit des Wortes

Das Branchentreffen beginnt mit einem Appell an die Politik – auch mit Blick auf die Türkei.

19.10.2016
  • DPA

Frankfurt/Main. Der Kampf um Meinungsfreiheit und die digitale Vermarktung von Kunst sind Hauptthemen der 68. Frankfurter Buchmesse. Die Meinungs- und Publikationsfreiheit sei weltweit bedroht, sagte der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, am Dienstag vor Journalisten. „Die Freiheit des Wortes ist für uns ein Menschenrecht und nicht verhandelbar.“

„Besonders betroffen macht uns die Situation in der Türkei“, sagte Riethmüller. „Doch die Politik schweigt, schaut zu und handelt nicht.“ In einer Online-Petition (#FreeWordsTurkey) werden Bundesregierung und EU-Kommission aufgefordert, die Meinungs- und Pressefreiheit kompromisslos zu verteidigen. Die vor einigen Wochen gestartete Initiative von Börsenverein und PEN-Zentrum Deutschland wurde bisher von rund 80 000 Menschen unterzeichnet.

„Literatur kann helfen, die Welt zu sortieren“, sagte der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos. „Und die Buchmesse hilft Autoren und Verlagen bei dieser Sortierarbeit.“ Zur weltgrößten Literaturmesse werden mehr als 7000 Aussteller aus 100 Ländern erwartet. Rund um die Messe wird es von Mittwoch bis Sonntag 4000 Veranstaltungen mit etwa 600 Autoren geben. Insgesamt rechnen die Organisatoren mit 300 000 Besuchern.

Neu ist in diesem Jahr der Schwerpunkt „The Arts+“, eine Messe innerhalb der Messe, und eine Konferenz zum Thema Digitalisierung der Kunst. „Nach der Musik- und Filmindustrie und der Verlagsbranche erreicht die Digitalisierung nun langsam aber sicher auch den Kunst- und Kulturbetrieb“, so die Organisatoren.

Zum Auftakt von „The Arts+“ lud die Messe den britischen Maler David Hockney ein. Er brachte Bilder mit, die er auf einem iPad gemalt hat. Tablet-Computer seien „ein wunderbares neues Medium“ für Künstler, sagte der 79-Jährige. „Alles, was man braucht, ist da per Fingertipp.“ Man brauche keinen Pinsel und kein Wasser zu holen, Farben und Leinwände gingen nie aus. Das neue Medium habe viele Vorteile – und einen Nachteil: „Man muss nie aufhören.“

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19.10.2016, 06:00 Uhr

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