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Kandern: Vom Hochwasser mitgerissener Neunjähriger stirbt in Fluten
Helfer der DLRG in der Nähe des Fundortes des toten Jungen. Foto: Patrick Seeger dpa/lsw
Junge tödlich verunglückt

Kandern: Vom Hochwasser mitgerissener Neunjähriger stirbt in Fluten

Der am Sonntag bei Kandern (Kreis Lörrach) vom Hochwasser mitgerissene Neunjährige ist tot.

18.04.2016
  • dpa/lsw

Kandern. Retter fanden am Montag die Leiche des Jungen. Sie wurde rund einen Kilometer flussabwärts von dem Ort entdeckt, an dem der Neunjährige beim Spielen an einem Bach ins Wasser gefallen und von der Strömung mitgerissen worden war. Polizeiangaben zufolge starb er in den Fluten. Polizei und Rettungsorganisationen hatten stundenlang nach ihm gesucht.

Strömungsretter der Wasserrettungsorganisation DLRG sowie Feuerwehrleute bargen die Leiche, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Eltern des Jungen sowie Angehörige wurden von Spezialisten eines Kriseninterventionsteams betreut. Bereits am Sonntagabend waren Kleidungsstücke des Jungen an dem Fluss gefunden worden.

„Der Fluss hatte durch das Hochwasser eine sehr starke Strömung“, sagte einer der Retter. Bis zuletzt hatten die Helfer gehofft, den Neunjährigen zu finden. Doch mit fortschreitender Zeit sanken die Hoffnungen. Der Junge hatte am Sonntag an dem Dorfbach gespielt, der nach starkem Regen Hochwasser führte. Der kleine Bach war innerhalb von kurzer Zeit zu einem reißenden Gewässer mit starker Strömung geworden und hatte den Jungen mitgerissen.

Nach dem Unglück war eine große Suchaktion gestartet worden. „Solche Einsätze sind auch für die Helfer sehr belastend“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Auch die am Einsatz Beteiligten würden nun durch psychologische Gespräche unterstützt. Retter aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz hatten nach dem Neunjährigen gesucht, auch in der Nacht. Eingesetzt wurden auch Hubschrauber, Suchhunde und Boote von Wasserschutzpolizei und Feuerwehr.

Hochwasser hatte am Sonntag vielerorts in Südbaden Flüsse über die Ufer treten lassen. Feuerwehren waren im Dauereinsatz, mit Wasser vollgelaufene Keller mussten leergepumpt werden.

Bei Albbruck (Kreis Waldshut) verunglückte ein Kanufahrer und kam ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Er starb im Krankenhaus. Der Mann war bei Hochwasser auf dem Fluss Alb mit einigen Mitfahrern unterwegs gewesen, als sein Kanu kenterte. Seine Begleiter wurden aus den Fluten gerettet. Auch in Freiburg kenterte ein Kanufahrer. Er konnte sich aber selbst retten.

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18.04.2016, 07:18 Uhr | geändert: 18.04.2016, 13:30 Uhr

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