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Kann das Liebe sein?

Liebeskomödie, so leicht und luftig, dass sie beinahe gar nicht existiert.

Liebeskomödie, so leicht und luftig, dass sie beinahe gar nicht existiert.

Kann das Liebe sein?

© null 01:34 min

JE CROIS QUE JE L`AIME
Frankreich

Regie: Pierre Jolivet
Mit: Sandrine Bonnaire, Vincent Lindon, François Berléand, Liane Foly

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

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Film bewerten

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24.11.2015
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Gleich und gleich gesellt sich gern, weiß ein Sprichwort, das speziell bei Lebenspartnerschaften Anwendung findet. Nur im Kino ist alles anders. Dort sind es meist die Gegensätze, die einander magisch anziehen und bei ihrem Zusammenprall amouröse und amüsante Funken schlagen sollen. Nach diesem Strickmuster kommt alle paar Wochen eine Liebeskomödie aus Hollywood in die Kinos. Jetzt sind ausnahmsweise einmal die Franzosen dran.

Lucas (Vincent Lindon) ist ein erfolgreicher, natürlich trotzdem nicht unsympathischer Manager, der sein Leben und seine Arbeit unter Totalkontrolle inklusive Überwachungskameras zu haben glaubt. Da ist es freilich ein Schock, als sich eines Tages die Keramik-Künstlerin Elsa (Sandrine Bonnaire) in seinem blitzblanken Firmen-Foyer nicht nur zu schaffen macht, sondern fröhlich improvisierend vom fest vereinbarten Entwurf eines Freskos abweicht. Statt die unbotmäßige Dame hochkant rauszuwerfen, verliebt sich Lucas Hals über Kopf. Allerdings kommen die Übernahmegebote, mit denen er solche Sachen zu regeln gewohnt ist, bei der selbstbewussten und freiheitsliebenden Elsa gar nicht gut an.

Man darf wohl vorwegnehmen, dass sich die beiden am Ende trotzdem glücklich in den Armen liegen. Schließlich kommt es bei dieser Art Film nicht aufs Ziel, sondern auf den Weg dorthin an. Der führt in diesem Fall zum Beispiel über einen Detektiv, der massiv in Elsas Leben herumschnüffelt. Oder über einen Crashkurs Keramik, für den Lucas eigens die Weltkoryphäe auf diesem Gebiet einfliegen lässt.

In der Hollywood-Variante würden einem die mehr oder weniger gelungenen Gags jetzt nur so um die Ohren fliegen. Regisseur Pierre Jolivet lässt die Geschichte dagegen heiter-melancholisch voranplätschern und vertraut im übrigen ganz auf die stimmige Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern. Selbst die turbulentesten Volten der Handlung werden mit fast provozierender Beiläufigkeit erzählt.

Das mag auf den ersten Blick den Unterhaltungswert schmälern. Auf den zweiten kann einen die schier unheimliche Sanftmut dieser Liebeskomödie kaum unberührt lassen.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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29.07.2007

12:00 Uhr

m g schrieb:

ein französisches liebesstück, so leicht und nebenbei erzählt, wie es nur das französische kino vermag. heiter, locker - und in der lockerheit tiefgang.



28.07.2007

12:00 Uhr

Marianne schrieb:

Sprühend, witzig, frech und charmant! Ein echter französischer Film eben! Der einem beschwingt aus dem Kino kommen lässt, mit einem lächelnden Gesicht, das noch lange anhält.



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