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Motorroller im Tunnel

Kann nicht sein

Weil er den Fahrer eines Motorrollers im Fußgängertunnel attackierte und sein Handy gegen die Tunnelwand kickte, ermittelt die Polizei gegen einen 50-Jährigen („Selbstjustiz im Schlossbergtunnel“).

22.07.2014

Wenn ein Fußgänger gegen einen verbotenerweise im Tunnel fahrenden Motorrollerfahrer „rabiat“ auftritt, so ist dies nicht als Selbstjustiz sondern als Notwehr zu interpretieren. Atemnot, Stimmlosigkeit, Kopfschmerzen, Augenbrennen, Heiserkeit und Übelkeit sind akute Beschwerden. Aber auch Langzeitschäden zum Beispiel Krebserkrankungen sind zu erwähnen, denn die Abgase halten sich lange im schlecht belüfteten Tunnel, aus dem es für alle nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer kein schnelles Entkommen gibt.

Es kann nicht sein, dass eine Ordnungswidrigkeit mit diesem Belästigungs- und Gefährdungspotential bagatellisiert wird und eine Aktion, die dem puren Selbsterhaltungstrieb diente, kriminalisiert wird. Die Stadt kommt ihrer Kontrollpflicht nicht nach und lässt die sich ökologisch fortbewegenden Verkehrsteilnehmer (Radfahrer und Fußgänger) an dieser Stelle im Stich.

Heike Bartz-Schmidt, Tübingen

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22.07.2014, 12:00 Uhr

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