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Kantersieg der Favoriten
Überglücklich: Hillary Clinton hat ganz souverän die Vorwahl in New York gewonnen. Foto: laif
US-Wahl: Clinton baut Vorsprung aus, Trump muss noch kämpfen

Kantersieg der Favoriten

Große Erfolge auf heimischem Terrain: Die Favoriten Clinton und Trump haben bei den US-Vorwahlen in New York abgeräumt. Die Demokratin ist fast durch, der Republikaner muss hingegen noch kämpfen.

21.04.2016
  • PETER DETHIER

New York. Mit überzeugenden Siegen haben Hillary Clinton und Donald Trump ihre Führungspositionen im Rennen um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten gefestigt. Für die ehemalige Außenministerin ist die einfache Mehrheit der Delegiertenstimmen nun in greifbarer Nähe. Auch die Chancen des Immobilienunternehmers sind deutlich gestiegen, noch vor dem Nominierungsparteitag im Juli die notwendige Zahl von Delegierten auf dem Konto zu haben. Damit würde Trump einen "offenen Parteikonvent" vermeiden, bei dem aller Voraussicht nach ein anderer Kandidat zum Zuge käme.

Nach einer Serie teilweise deutlicher Niederlagen gegen Senator Bernie Sanders, der sich selbst als "demokratischen Sozialisten" bezeichnet, war für Clinton ein Erfolg in ihrer Wahlheimat zwingend. Sie übertraf den Vorsprung, den Experten aufgrund der meisten Umfragen erwartet hatten. Der gebürtige New Yorker Sanders dagegen kritisierte, dass Probleme bei der Registrierung drei Millionen Wähler davon abgehalten hätten, ihre Stimme abzugeben und ohne die Pannen er vermutlich siegreich gewesen wäre.

In ihrer Siegesrede schlug Clinton gegenüber ihrem parteiinternen Rivalen einen versöhnlichen Ton an. "Es gibt deutlich mehr Dinge, die uns vereinen als uns trennen", umwarb sie Anhänger des Senators aus Vermont. Der früheren First Lady, die New York acht Jahre lang im Senat vertrat, fehlen noch knapp 450 Delegiertenstimmen. Theoretisch könnte dies kommende Woche gelingen, wenn sechs weitere Staaten der US-Ostküste abstimmen. In den meisten verfügt die Spitzenreiterin über relativ komfortable Vorsprünge. Sanders gelobte, auf jeden Fall bis zum Parteitag im Rennen zu bleiben.

Deutlich schwieriger wird es für den republikanischen Favoriten Trump. Zwar erreichte er in seinem Heimatstaat mit fast 60 Prozent ein Traumergebnis. Damit ist sichergestellt, dass er fast alle 95 Delegiertenstimmen erhalten wird. Dennoch müsste er bei den restlichen Vorwahlen fast 60 Prozent der Delegierten für sich verbuchen, um vorzeitig als Kandidat festzustehen.

Bei den anstehenden Abstimmungen im Nordosten gilt der Milliardär erneut als Favorit. Eine Vorentscheidung erscheint aber frühestens Anfang Juni möglich, wenn in Kalifornien gewählt wird. Dort gilt das "winner takes all"-Prinzip, der Sieger erhält alle Delegiertenstimmen. Der Selbstdarsteller, der in den vergangenen Monaten mit verbalen Entgleisungen Schlagzeilen machte, gibt sich mittlerweile bewusst präsidial. Ein Dorn im Auge wird Trump neben seinem Hauptrivalen Ted Cruz Ohio-Gouverneur John Kasich sein, der in New York den zweiten Platz belegte. Der gemäßigte Republikaner setzt auf einen Parteikonvent, bei dem Vorwahlen gegenstandslos werden. "Meine Chancen wären gut", sagt er.

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21.04.2016, 06:00 Uhr

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