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Rottenburg rockt am Schänzle-Strand

Karla Borger und Britta Büthe gewinnen Killerfish-Sundays

Sommer, Sonne, Spaß und Show – die Volleyball-Stadt Rottenburg feierte am Wochenende eine riesige Strand Party. Aus den Boxen dröhnte die musikalische Zusammenfassung von Deichkind: „Leider geil!“

06.08.2012
  • Hansjörg Lösel

Rottenburg. Fürs Finale furioso sorgten Karla Borger und Britta Büthe: Die Stuttgarterinnen besiegten gestern im dramatischen Endspiel das französische Duo Mélody Benhamou / Déborah Giaoui mit 21:18 und 23:21 und wurden von 1200 Fans gefeiert. „Ich war unglaublich nervös vor so vielen Leuten, das sind wir gar nicht mehr gewöhnt“, sagte Karla Borger. „Die Französinnen haben uns echt unter Druck gesetzt, aber jetzt fühlt es sich einfach gut an“, sagte Britta Büthe, als der zweite Matchball verwandelt war.

Die Fans gaben den Ausschlag, glaubte auch die Französin Mélody Benhamou: „Zu Hause hätten vielleicht wir gewonnen, aber die Atmosphäre war großartig hier in Rottenburg“. Das Duo aus Paris würde im nächsten Jahr gerne wiederkommen – am Wochenende wollen sie aber erst mal ihren Titel bei den französischen Meisterschaften verteidigen.

Den dritten Platz am Schänzle belegten die Strandheldinnen Christine Aulenbrock / Chantal Laboureur, die sich im kleinen Finale gegen die früheren Junioren-Weltmeisterinnen Monika Brzostek / Kinga Kolosinska aus Polen durchsetzten. Das Kleine Finale verloren hat dagegen Stefan Schmeckenbecher. An der Seite des früheren Olympia-Teilnehmers Eric Koreng unterlag der Rottenburger Routinier, der bei seinem Heimspiel besonders gefeiert wurde, in drei Sätzen Tim Oude Elferink / Richard Rademaker aus den Niederlanden. Malte Dollinger / Armin Stiel sowie Alexander Walkenhorst / Matthias Pompe landeten auf dem fünften Platz – Entertainer Walkenhorst verfolgte das Finale deshalb im Bikini-Top.

Turnier-Organisator Stefan Schneider zog ein rundum positives Fazit nach der Beach-Premiere am Schänzle – und sah seine kühnsten Erwartungen bestätigt. „Ich habe es schon für möglich gehalten, sonst hätten wir nicht so ein Stadion aufgebaut“, sagte Schneider, „Rottenburg hat seinen Ruf bestätigt, es ist einfach eine Volleyball-verrückte Stadt“.

Am Neckar feierten mehrere tausend Leute am Wochenende eine entspannte Strand-Party, viele Spaziergänger und Radler blieben einfach eine Weile stehen. Neben der Volleyball-Arena war ein Village aufgebaut mit Spielangeboten für die Kleinen und Biergarten für die Großen. Besonderes Flair herrschte bei den Abendspielen unter Flutlicht. „Ich habe ein überwältigend positives Feed-Back von Zuschauern und Sponsoren bekommen“, sagte Schneider, der fürs Turnier eigens eine Marketing-Agentur mit Benny Stefanski gegründet hat. Und deshalb sollen die Killerfish-Sundays ein Dauerbrenner werden. „Wir möchten hier eine feste Größe werden“, sagte Schneider, „in diesem Turnier steckt ein dreiviertel Jahr Planung, da wäre es ja geradezu sträflich, es nächstes Jahr nicht zu machen“.

gSiehe auch Rottenburger Post. Bildergalerie auf www.tagblatt.de

Karla Borger und Britta Büthe gewinnen Killerfish-Sundays
Obenauf: Karla Borger und Britta Büthe feiern ihren Sieg im Rottenburger Finale über die französischen Meisterinnen.Bild: Ulmer

Die Österreicher Daniel Müllner und Jörg Wutzl sahen gestern im Finale schon wie sichere Sieger aus. Ungefährdet hatten sie den ersten Satz gewonnen, doch dann drehten Jan Dumek / Martin Tichy auf. Die tschechischen Meister gewannen den zweiten Durchgang und verwandelten im entscheidenden dritten Satz den Matchball zum 15:12. „Wir wussten am Anfang überhaupt nicht, wie wir gegen sie spielen sollten, haben uns dann besser eingestellt“, sagte Dumek. „Sie sind deutlich größer als wir, aber dann haben wir riskanter aufgeschlagen und mehr versucht“, sagte Tichy. Das Duo hat übrigens keine Profi-Bedingungen, beide studieren nebenher in Prag – und wollen am Wochenende in Brno den Titel bei der tschechischen Meisterschaft verteidigen. Das österreichische Duo rätselte derweil über die Gründe der Niederlage: „Wir haben zu viele Service-Fehler gemacht, der Block war nicht mehr vorhanden und die Annahme war schlecht“, sagte Müllner. In einem Punkt waren sich die Finalisten einig: „Das Turnier war super“, sagte Müllner. Dudek ergänzte: „Rottenburg hat großes Potenzial.“

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06.08.2012, 12:00 Uhr

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