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Freiburg

Katholische Kirche fordert Friedensbemühungen für Syrien

Sieben Jahre nach dem Beginn des Krieges in Syrien fordert die katholische Kirche in Deutschland von der Politik stärkere Friedensbemühungen.

27.03.2018

Von dpa

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger. Foto: Patrick Seeger/Archiv dpa

Freiburg. Es bestehe die Gefahr, dass der blutige Konflikt in Syrien innerhalb der politischen Weltgemeinschaft in Vergessenheit gerate, teilten die Deutsche Bischofskonferenz und der Deutsche Caritasverband am Dienstag in Freiburg mit. Die humanitäre Lage in dem Land spitze sich weiter zu. Neben Hilfe vermissten die Menschen vor allem aktive Friedenspolitik.

«Die Menschen dürfen in ihrer Hoffnungs- und Aussichtslosigkeit nicht alleine gelassen werden», sagte der Freiburger Erzbischof Stephan Burger, der in der Bischofskonferenz die Hilfswerke Caritas und Misereor verantwortet. Rund 13,1 Millionen Menschen in Syrien seien dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung sei in einem katastrophalen Zustand, der Wiederaufbau des zerstörten Landes in weiter Ferne.

«Forderungen nach einer Rückkehr von in Deutschland lebenden syrischen Flüchtlingen sind realitätsfern», sagte der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher. Die Menschen können nicht zurückgeschickt werden, weil ihnen in ihrer Heimat der Tod drohe.

«Flüchtlingspolitik in Deutschland kann nicht betrieben werden, ohne die Realität der Menschen in den Herkunftsländern zu sehen», sagte Neher. Die katholische Kirche werde sich mit der Hilfsorganisation Caritas international weiter in Syrien engagieren.

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Erstellt:
27. März 2018, 16:22 Uhr
Aktualisiert:
27. März 2018, 16:10 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. März 2018, 16:10 Uhr

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