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Kommentar · Bögerl

Kein Ruhmesblatt

Der Mordfall Bögerl wird nicht als Ruhmesblatt kriminalistischer Arbeit in die Geschichte eingehen.

07.04.2017
  • ROLAND MÜLLER

Dafür waren die Ermittlungen von zu vielen kuriosen Episoden geprägt, die die Polizei mindestens unglücklich aussehen ließen. Das geht von massiven Vorwürfen der Bögerl-Kinder bis zur Tatsache, dass die Ermittler über Monate auf einen „Informanten“ hereinfielen, der sie mit falschen Beweisen narrte. Mit fragwürdigen DNA-Massentests wurden zudem für pures Stochern im Nebel rechtliche Grenzen ausgelotet und unbescholtene „Verweigerer“ unter Druck gesetzt.

Jedoch wird es den Ermittlern unglaublich schwer gemacht: Kaum ein Kriminalfall zieht so viele Wichtigtuer, Spinner und Schwätzer an. All diese falschen Fährten haben großen Schaden angerichtet und womöglich dazu beigetragen, dass der wahre Täter bis heute nicht gefunden ist. Die bösartige Gerüchteküche dürfte auch einen Anteil am Suizid des Ehemanns Thomas Bögerl haben. Der jüngste Fehlschlag mit dem „Verdächtigen“, der per „Aktenzeichen XY“ bundesweit gesucht wurde, passt in dieses Gesamtbild. Für die Familie des Opfers ist das alles eine Katastrophe.

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07.04.2017, 06:00 Uhr

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