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Kommentar · Flüchtlinge

Kein Schreckensszenario

Bei der Beurteilung der Folgen der Flüchtlingswelle geht es den fünf Wirtschaftsweisen wie Politikern und allen anderen: Sie stochern im Nebel, und das geben sie offen zu. Trotz ihres inoffiziellen Titels sind die Professoren auch nicht weiser.

12.11.2015
  • DIETER KELLER

Ihre Berechnungen stehen und fallen mit ihren Annahmen. Doch keiner weiß, wie viele Flüchtlinge in diesem Jahr und danach kommen und wie viele bleiben.

Glücklicherweise neigen die Wissenschaftler weder zu übertriebenem Jubel noch zu Schreckensszenarien. Sie sagen vielmehr nüchtern: Kurzfristig sind die Lasten zu bewältigen, und das ohne Steuererhöhungen oder neue Schulden. Das sollten sich alle merken, die schon laut jammern und große Gefahren an die Wand malen. Allerdings sind die positiven Effekte durch die zusätzlichen Ausgaben des Staates bescheiden. Viel wichtiger ist, dass die Integration derjenigen, die bleiben, in den Arbeitsmarkt klappt. Es geht nicht um kurzfristige Erfolge, sondern darum, dass jeder entsprechend seinen Fähigkeiten eine Chance bekommt.

An einer Stelle schlägt die Mehrheit der Wirtschaftsweisen eine Schlacht von gestern: Sie will den Mindestlohn aufweichen. Nicht nur für Flüchtlinge, sondern für alle Langzeitarbeitslosen. Doch ob längere Ausnahmen für sie oder niedrigere Beträge für Junge viel brächten, ist ungewiss. Die Botschaft aber wäre schlecht: Angesichts der Asylanten werden die Standards für alle gesenkt.


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