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Sechs Wochen ohne

Keine Ammertalbahn in den Sommerferien

Schon jetzt ist klar, dass nächsten Jahr in den Sommerferien kein regulärer Zug zwischen Tübingen und Herrenberg fahren wird. Auf der Ammertalbahn werden in der Zeit die letzten Arbeiten für die neue Leit- und Sicherheitstechnik erledigt. Sie soll den Betrieb weniger störanfällig machen. Auch sollen die Fahrgäste besser informiert werden.

03.12.2014

Kreis Tübingen. Ein Blitzschlag in Tübingen, der den Zugverkehr bis Herrenberg lahmlegt. Fahrgäste, die am Bahnhof stehen und nicht wissen, wann ihr Zug kommt oder ob er komplett ausfällt: Im Zugverkehr auf der Ammertalbahn war das bisher keine Seltenheit. Doch von Herbst an sollen diese Ärgernisse der Vergangenheit angehören.

Der von den Landkreisen Tübingen und Böblingen getragene Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) im Ammertal hat rund 45, Millionen Euro in eine neue Leit- und Sicherheitstechnik (LST) samt verbesserter Fahrgastinformation investiert. Die Umstellung auf die elektronische Stellwerkstechnik basiert auf einem Glasfaserkabelnetz und ist damit „wesentlich weniger störanfällig für Überspannungen“, sagt Dieter Braun, Geschäftsführer des Zweckverbandes.

Die letzten Arbeiten und erste Probeläufe gehen in den Sommerferien über die Schienen. Am ersten Schultag im Herbst soll alles funktionieren. Nötig sind auch Schulungen für die Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB), die in den Stellwerken arbeiten. Es handelt sich um 14 Mitarbeiter, die mit der modernen Technik vertraut werden müssen, die von der DB selbst nicht verwendet wird. Die Schulungen sollen bereits im Januar beginnen und im Februar abgeschlossen sein.

Ebenfalls im Januar startet der Probelauf für die neue Dynamische Fahrgastinformation. Eine erste Stelltafel soll zunächst nur die Fahrgäste am Tübinger Bahnhof West über die Abfahrtszeiten der Ammertalbahn informieren. Vorerst aber sind die Daten statisch. Sie beruhen zwar auf den tatsächlichen Abfahrtszeiten der Züge in den Bahnhöfen von Tübingen und Herrenberg, die Angabe auf der Infotafel basiert aber auf einer einfachen Hochrechnung der Fahrzeit. Sollte es unterwegs zu Verzögerungen oder Pannen kommen, kann dies nicht angezeigt werden. „Die Echtzeit-Angabe ist erst mit der neuen LST möglich“, so Braun. Die Glasfasertechnik erlaubt Sensor-Messungen direkt auf den Schienen, die dann vom Herbst an in die Informations-Datenbank eingespeist werden sollen.

Der Probelauf im Januar ist dennoch nötig, weil noch nicht klar ist, ob die elektronischen Tafeln überhaupt lesbar sind. „Wir haben eine direkte West-Ost-Ausrichtung auf der Ammertalbahn“, erklärt Braun das Problem. Da gibt es Schwierigkeiten mit dem Lichteinfall. Deshalb wird jetzt im Winter getestet, wenn die Morgen- und Abendsonne besonders tief steht, ob das eigens angefertigte Glas auch wirklich spiegelfrei ist. Wenn‘s klappt, sollen die Tafeln bis zum Schuljahresbeginn an allen Bahnhöfen der Ammertalbahn aufgestellt sein.

Die bessere Information der Fahrgäste lässt sich der Zweckverband immerhin 200 000 Euro kosten. In der Vergangenheit hatte es immer wieder massive Beschwerden gegeben, weil die Fahrgäste gar nicht oder nur völlig unzureichend über Zugausfälle oder -verspätungen informiert wurden. uha

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03.12.2014, 12:00 Uhr

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