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Keine Einigung beim Altpapier
Der Musikverein sammelt in Weilheim das Altpapier ein. Archivbild: Metz
Blaue Tonne

Keine Einigung beim Altpapier

Der Kreistag hat die Entscheidung über die Einführung einer kommunalen blauen Tonne vertagt.

18.11.2016
  • Lorenzo Zimmer

Für den Nebenerwerb der Vereine durch das Einsammeln von Altpapierbündeln sieht es nicht gut aus. Am Mittwoch wollte der Kreistag zu einer Entscheidung kommen – doch die gab es nicht. CDU-Sprecher und Oberbürgermeister von Rottenburg Stephan Neher beantragte direkt zu Beginn der Beratung, den Tagesordnungspunkt „Konzept Altpapiersammlung und -verwertung ab 2018“ zu vertagen: „Ich habe den Eindruck, dass hier noch nicht alles geklärt ist und würde gerne die Möglichkeit haben, nochmal mit Beteiligten in meiner Stadt zu sprechen.“

Neher attestierte dem bisherigen System, bei dem Vereine seit vielen Jahren samstags Bündel im ganzen Kreisgebiet in Eigenregie einsammeln, „einen gewissen Charme: Der Verein besorgt die Manpower und erhält dann für seine erfolgreiche Arbeit, Menschen für sich und die Vereinsarbeit zu gewinnen, eine Förderung. Das gefällt uns.“

Doch Landrat Joachim Walter konnte ihm keine große Hoffnung machen: „Wir wollten das so, wie es ist, beibehalten, aber das geht nicht.“ Die Rechtslage ließe zu, dass nun auch private Anbieter sammeln – darauf müsse auch die Kreisverwaltung reagieren, um nicht noch größere Mengen an Altpapier zu verlieren. Und um die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden. Auch um Alternativen habe man sich bemüht: „Wir haben den Vereinen vorgeschlagen, für eine Altpapierbündelsammlung, die parallel zum Betrieb der blauen Tonnen stattfindet in unseren Kalendern und Broschüren zu werben.“

Dußlingen Bürgermeister Thomas Hölsch schlug vor, jede Gemeinde selbst entscheiden zu lassen, ob sie gemeindeweit eine Tonne oder die Bündelsammlung wünscht. Starzachs Bürgermeister Thomas Noe (FWV): „Ich habe mit meinen Vereinen gesprochen und erfahren, dass sie unter diesen Bedingungen nicht werden weitermachen können.“ Grünen-Sprecher Markus Goller fand, dass alle Fakten auf dem Tisch liegen: „Wieso sollen wir vertagen?“

Nehers Vorschlag, das Thema zu vertagen, erhielt dennoch nach kurzer Diskussion eine knappe Mehrheit von 26 zu 21 Stimmen: Am Donnerstag, 24. November, soll nun erneut mit Fraktionen und Vereinen – statt ihnen das Ergebnis der Kreistagssitzung vorzustellen – diskutiert werden, wie es mit der Altpapiersammlung weitergehen könnte.

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18.11.2016, 01:00 Uhr

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