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Kommentar zu Strafzöllen

Keine Entwarnung

24.03.2018
  • KAREN EMLER

Ulm. US-Präsident Trump lässt die EU-Länder bei seiner Strafzoll-Orgie außen vor. Dennoch sanken die Börsenkurse in Deutschland. Ein Widerspruch? Nein, die Anleger bewerten die Lage richtig. Denn die Strafzoll-Ausnahme für die EU gilt zunächst bis 1. Mai. Dann sieht man – in diesem Fall Trump, der Unberechenbare – weiter. Unternehmen brauchen langfristige Planungssicherheit, und die fehlt.

Hinzu kommen Sorgen über das, was sich zwischen USA und China zusammenbraut. Die Amerikaner bestrafen den rüden Umgang der Chinesen mit geistigem Eigentum mit Zöllen auf Stahl und anderes. Peking revanchiert sich unter anderem mit Aufschlägen auf US-Schweinefleisch.

Es klingt nach Sandkasten-Spielchen. Doch die internationalen Wirtschaftsströme sind eng miteinander verwoben. Eine gute Konjunktur fußt auf verlässlicher Partnerschaft und hat viel mit Psychologie zu tun. Insofern muss es Deutschland und die EU interessieren, wenn Schweinefleisch süß-sauer in Peking teurer wird. Verschlechtert sich die Stimmung der Chinesen, dämpft das den Konsum. Und das bekämen deutsche Unternehmen rasch zu spüren.

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24.03.2018, 06:00 Uhr

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