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Zur "Mohrenköpfle"-Debatte

Keine Kolonialzeit

Es schmeckt süß, ist ein Hingucker auf der Chocolart. Aber an seinem Titel stören sich viele, dem „Tübinger Mohrenköpfle“ von Konditormeister Johannes Becker.

12.12.2012

Rassismus gibt es hier nicht. Diskriminierung gibt es hier nicht. Und wenn es eins von beidem gibt, ist es nicht böse gemeint. Das gilt überall, aber vor allem in Tübingen!

So lange sich die Gesellschaft, in diesem Fall alle, die das „Tübinger Mohrenköpfle“ unkritisch anbieten und darüber berichten, mit dieser Lüge nicht beschäftigten, werden bestimmte Gruppen von Menschen, verletzt, ausgegrenzt und deren Selbstbestimmung missachtet.

Ist den Unterstützern des „Tübinger Mohrenköpfles“ nicht bewusst, dass es sich hier um typische Machtverhältnisse handelt, sie sie mit aller Kraft am Leben halten wollen? Sprache ist eine Waffe, und die Sprache einer Kultur sagt sehr viel über deren Wertschätzung aus. In diesem Fall würde ich sagen, dass die Werte der Schwarzen Menschen in Tübingen und überall sonst sehr deutlich von der deutschen weißen Mehrheitsgesellschaft ausgesprochen wurden. Das Problem ist nur: Wir leben im Jahr 2012 und nicht mehr in der Kolonialzeit. Rassismus gibt es trotzdem noch, das „Tübinger Mohrenköpfle“ ist das Beste Beispiel dafür!

Josephine Jackson, Tübingen

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12.12.2012, 12:00 Uhr

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