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Kommentar

Keine Tüte ist keine Lösung

27.04.2016
  • :BIANCA FRIESS

Es ist ein Schritt in die richtige Richtung: Händler sollen Kunden für eine Plastiktüte künftig zur Kasse bitten, so steht es in einer freiwilligen Vereinbarung des Bundesumweltamts mit dem Handelsverband. Das ist ein löblicher Beschluss. Das eigentliche Problem, die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll, wird dadurch aber nicht gelöst.

Denn ausgerechnet die sehr dünnen Tüten, etwa von der Obst- und Gemüsetheke, sind von der Vereinbarung ausgenommen. Gerade diese kleinen Plastiktragetaschen werden so gut wie nie wiederverwendet - sie landen direkt nach dem Einkauf im Müll. Und insbesondere diese Tüten werden oft vom Winde verweht. Dadurch entgehen sie jeder Recyclingmöglichkeit und verschmutzen die Natur.

Außerdem machen Tüten lediglich einen minimalen Anteil des Plastikmülls aus. Weniger als 1 Prozent des Kunststoffverbrauchs in Deutschland wird für Tüten genutzt. Ein viel größeres Problem sind etwa verpackte Lebensmittel. Auch hier bedarf es weiterer Anreize, diese zu reduzieren.

Die Idee, mit der Vereinbarung der Umweltverschmutzung nennenswert entgegenwirken zu können, ist deshalb nur eine Illusion. Sie hat viel mehr SymbolcharakterDie Wegwerf-Mentalität wird nicht mehr toleriert.

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27.04.2016, 06:00 Uhr

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