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Keine eindeutige Bilanz
Eine Tafel in Stuttgart weist auf den Alarm hin. Foto: dpa
Feinstaub-Alarm

Keine eindeutige Bilanz

Während der VVS mehr Leute in Bussen und Bahnen wähnt, nennt der BUND die Resonanz verhalten.

28.10.2016
  • DOMINIQUE LEIBBRAND

Stuttgart. Zur Bilanz des ersten Feinstaub-Alarm-Tags in diesem Herbst gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) vermeldete am Donnerstag eine „hohe Nachfrage“ nach dem Feinstaub-Alarm-Ticket; Pendler fahren damit zum halben Preis. Nach den ersten subjektiven Eindrücken sei es in Bahnen und Bussen voller als sonst gewesen, auch seien die elektronische Fahrplanauskunft, die Telefon-Hotline und die Kundenservice-Stellen stärker gefragt gewesen. Verlässliche Zahlen liegen laut VVS aber erst in einigen Wochen vor.

Das Fazit des BUND Baden-Württemberg klingt indes weniger optimistisch. Die Resonanz auf den sechsten Alarm sei bislang noch verhalten. Die Landesgeschäftsführerin Sylvia Pilarsky-Grosch sagte: „Nach meinem Eindruck sind noch immer viel zu viele Autos in Stuttgart unterwegs. Die Autofahrer verkennen den Ernst der Lage.“ In spätestens 14 Monaten drohten Fahrverbote. „Die Automobilisten sägen am Ast, auf dem sie sitzen.“ Gesicherte Daten zum Verkehrsaufkommen liegen noch nicht vor.

Seit dem gestrigen Donnerstag sind Autofahrer in der Metropolregion Stuttgart wieder aufgerufen, auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen. Grund ist eine austauscharme Wetterlage, die die Werte für Feinstaub und Stickstoffdioxid erfahrungsgemäß steigen lässt. Um die Konzentration nicht noch weiter in die Höhe zu treiben, sollen Pendler Bahn und Bus nutzen. Besitzer von Komfort-Kaminen sollen diese nicht anheizen. Ziel ist, die EU-Grenzwerte, die an der Messstelle Neckartor seit Jahren gerissen werden, zu drücken. In diesem Jahr wird das nicht mehr gelingen, OB Fritz Kuhn (Grüne) erhofft sich vom Alarm jedoch ein langfristiges Umdenken der Autofahrer. Er setzt auf Freiwilligkeit, weist aber immer wieder auf drohende Fahrverbote hin.

Das Ende des Alarms ist offen. Aktuell geht die Prognose des Deutsche Wetterdienst bis mindestens einschließlich Sonntag von einem stark eingeschränktes Austauschvermögen der Atmosphäre aus.

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28.10.2016, 06:00 Uhr

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