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Ofterdingen · Unfall

Kettenreaktion mit fünf Autos - mehrere Verletzte

Mehrere Menschen wurden bei einer Karambolage mit fünf beteiligten Fahrzeugen auf der B27 bei Ofterdingen verletzt. Ein Fahrer hatte das Stauende nicht gesehen.

17.07.2019

Von Eike Freese

Auslöser des Unfalls war, nach ersten Erkenntnissen der Polizei, der Fahrer des Sprinters (links), der das Stauende übersehen hatte und im Schreck auf die Gegenfahrbahn ausweichen wollte. Dort erwischte er die Front eines entgegenkommenden Sattelzugs (rechts). Bilder: Klaus Franke

Einmal mehr wurde auf der B27 im Steinlachtal das Ende eines Staus zu spät registriert: Als am Mittwoch gegen 16 Uhr der Fahrer eines Sprinter mit Hechinger Kennzeichen einen Moment lang unachtsam war, löste das eine fatale Kettenreaktion aus, die mit Schwerverletzten und stundenlangen Verkehrsbehinderungen in der Umgebung einher ging.

Sprinterfahrer übersieht Stauende

Alles begann mit einem Ausweich-Manöver des Transporters, der von Dußlingen Richtung Ofterdingen unterwegs war. „Der Sprinter-Fahrer hat den zähfließenden Verkehr vor sich nicht gesehen – und versucht, im letzten Moment nach links zu ziehen“, berichtete ein Polizei-Sachbearbeiter noch am Unfallort dem TAGBLATT.

Als der Sprinter auf der Gegenspur war, erwischte ihn sofort ein entgegenkommender, schwarzer Volvo-Sattelzug (Ostalbkreis) fast frontal und riss dessen Vorderseite auf. Dem Fahrer des großen Lasters gelang dennoch noch ein minimales Ausweich-Manöver – und da weder der Sprinter noch der Sattelzug besonders schnell unterwegs waren, ging die Kollision für die Passagiere hier noch vergleichsweise glimpflich aus.

Doch der Sprinter wurde durch die Wucht des Lasters zurück auf die ursprüngliche Spur gestoßen und erwischte dort voll einen weißen Opel Corsa (Tübingen), den er von der B27 rammte. Der Opel landete auf der Wiese, nachdem er seinerseits gegen einen vor ihm fahrenden silbernen Ford Mondeo (Düsseldorf) gestoßen war, der wiederum einen roten VW Fox (Tübingen) erwischte.

Hubschrauber bringt Schwerverletzten in Klinik

Schwerer verletzt wurden nach ersten Angaben der Polizei zwei Insassen: aus dem Corsa aus Tübingen und dem Mondeo aus Düsseldorf. Beide kamen in Tübinger Kliniken, der schwerer Verletzte mit dem Rettungshubschrauber. Weitere Beteiligte trugen weniger schwere Verletzungen davon.

Rettungskräfte des DRK waren zunächst mit drei Rettungswagen, einem Notarztwagen, vier Krankenwagen und dem Hubschrauber gekommen. Auch Feuerwehrleute der umliegenden Feuerwehren waren vor Ort. Während die Verletzten versorgt wurden, Polizeibeamte den Unfallhergang rekonstruierten und die Fahrzeuge geborgen wurden, war die B27 über Stunden in beide Richtungen gesperrt.

Lange Staus im Feierabendverkehr

Der Feierabend-Verkehr auf der Bundesstraße wurde über Nehren, Dußlingen, Gomaringen und Mössingen umgeleitet. Es kam zu erheblichen Staus und weiteren Beeinträchtigungen, in Nehren sogar noch zu mindestens zwei weiteren, kleineren Unfällen im Umleitungs-Verkehr. Zahlreiche Autofahrer suchten Schleichwege und sorgten in der Masse auch noch auf kleineren Nebenstraßen für deutliche Behinderungen.

Ob es Erkenntnisse darüber gibt, warum der Unfallverursacher auf der Bundesstraße so unachtsam war, war am Mittwoch noch nicht zu erfahren.

Ein Opel Corsa wurde vom Sprinter von der Bundesstraße gerammt.

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Erstellt:
17. Juli 2019, 19:16 Uhr
Aktualisiert:
17. Juli 2019, 19:16 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2019, 19:16 Uhr

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