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Zum Tübinger Güterbahnhof

Kikeriki

Da macht sich jemand auf gut Latein lustig über den Appell verschiedener Gruppierungen an die Stadtverwaltung, den denkmalgeschützten Tübinger Güterbahnhof komplett zu erhalten.

20.11.2014

Frau Jens, Herr Küng, Frau Moltmann-Wendel, Herr Moltmann, Herr Tugendhat, Herr Wertheimer, Herr Kuschel, Herr Kehrer, Herr Kluge, Herr Greinacher, Herr Höffe, Herr Frank, Herr Rothschild, Graf Vitzthum, Frau Nüsslein-Volhard (salvis titulis plenis), liebe Abgeordnete, Bischof Fürst, Rottenburger, Mössinger und Reutlinger, Ulmer, Württemberger und Hohenzollern, alle ungewöhnlichen unverdächtigen Menschen und Menschengruppen im allerweitesten Sinne, die sich noch einen Rest Anstand bewahren konnten! Nehmen Sie bitte unbedingt rechtzeitig vor dem Fristende am Freitag, den 21. November, unter stadtplanung@tuebingen.de bzw. (nach anderer Quelle) sekretariat-baudezernat@tuebingen.de oder per Post an die Fachabteilung Stadtplanung, Brunnenstraße 3, 72074 Tübingen, Fax 07071/204-2061, klar, nachdrücklich und unzweideutig öffentlich Stellung gegen den vom Planungsausschuss beschlossenen unverantwortlichen sog. „Teil“-Abriss des bis heute unversehrten, denkmalgeschützten Mahnmals der völkerrechtswidrig zur Zwangsarbeit missbrauchten sowjetischen, russischen Kriegsgefangenen im alten Güterbahnhof, Eisenbahnstraße 21, worin unser über 69 Jahre nach Kriegsende immer noch schmerzlich entbehrtes Lern- und Dokumentationszentrum zum (also: gegen den) Nationalsozialismus in Südwürttemberg entstehen sollte, und leisten Sie so Widerstand gegen alle, die derlei beabsichtigen, betreiben, „planen“, ausführen, „rechtfertigen“, „verstehen“, billigen oder dulden! (Kikeriki!)

Videant consules ne quid detrimenti res publica capiat. Dixi et salvavi animam meam.*

Tim Kiehnle, Tübingen

*Mögen die Konsuln zusehen, dass der Staat keinen Schaden nehme. Ich habe gesprochen und meine Seele gerettet.

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20.11.2014, 12:00 Uhr

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