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Freiburger Missbrauchsfall

Hohe Zahl von Taten vermutet

Im Fall eines vermutlich jahrelang sexuell missbrauchten Jungen aus dem Raum Freiburg gehen die Ermittler von einer hohen zweistelligen Zahl von Taten aus.

13.01.2018
  • dpa

Freiburg. Das sagte Oberstaatsanwalt Michael Mächtel der «Welt am Sonntag». Es könnten aber auch mehr sein.

Bei den Vorwürfen handelt es sich nach Ermittlerangaben um den schwerwiegendsten Fall des sexuellen Missbrauchs von Kindern, der vom Landeskriminalamt bislang bearbeitet wurde. Im vergangenen September wurde der Neunjährige aus seiner Familie aus der Region Freiburg befreit. Dessen 47 Jahre alte Mutter und ihr wegen Sexualdelikten vorbestrafter Lebensgefährte sollen das Kind seit 2015 für tausende Euro im Internet für Sex überlassen haben. Insgesamt sitzen acht Verdächtige aus dem In- und Ausland in Untersuchungshaft.

«Das Geschehen muss transparent und gründlich aufgearbeitet werden», verlangte Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Sonntag. «Wir werden dort, wo es nötig und möglich ist, die zuständigen Behörden bei der Aufklärung bestmöglich unterstützen.»

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13.01.2018, 18:13 Uhr | geändert: 14.01.2018, 13:00 Uhr

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