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Kinderbücher mit Humor und Wärme
Wolf Erlbruch: „Es ist wundervoll!“ Foto: dpa
Literatur

Kinderbücher mit Humor und Wärme

Der Autor und Illustrator Wolf Erlbruch erhält den mit rund 522 000 Euro dotierten Astrid-Lindgren-Preis.

05.04.2017
  • DPA

Stockholm. Der Wuppertaler Kinderbuchautor und Illustrator Wolf Erlbruch (68) ist mit dem Astrid-Lindgren-Preis für Kinder- und Jugendliteratur geehrt worden. „Wolf Erlbruch macht existenzielle Fragen für Leser jeden Alters zugänglich und handhabbar“, hieß es in der Begründung. „Mit Humor und Wärme, die tief in humanistischen Idealen verwurzelt sind, präsentiert seine Arbeit das Universum in unserem Maßstab.“ Erlbruchs Kommentar: Er sei geschockt. „Aber es ist wundervoll!“

Erlbruch ist vor allem als Illustrator des Kinderbuchs „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ bekannt. Er sei ein „Meister der Illustrationskunst, der die Tradition ehrt, während er neue kreative Türen öffnet“, befand die Jury. „Wolf Erlbruch ist ein vorsichtiger und fürsorglicher Visionär.“

Der 2002 von der schwedischen Regierung gegründete „Astrid Lindgren Memorial Award“ erinnert an die Erfinderin von Pippi Langstrumpf. Mit fünf Millionen schwedischen Kronen (rund 522 000 Euro) ist die Auszeichnung die höchstdotierte ihrer Art auf der Welt.

Erlbruch war von der Zuerkennung des Preises völlig überrascht. „Ach je“, brachte er nur heraus, als ihn Jury-Chefin Bodil Westin aus Stockholm anrief. „Okay.“ Gerade sei beim Spazierengehen ein Mann an ihm vorbeigeradelt, sagte er, und habe sich bei ihm für seine Kinderbücher bedankt. Bodil Westin: „Das war wohl ein gutes Omen.“

Schon mehrfach ausgezeichnet

Seine Karriere als Kinderbuch-Illustrator hat Erlbruch 1985 mit „Der Adler, der nicht fliegen wollte“ begonnen. Für seine Arbeiten ist er sowohl mit einem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises als auch mit dem Hans Christian Andersen Award für Illustration ausgezeichnet worden. Bis zum Jahr 2009 war er Professor für Illustration an der Bergischen Universität Wuppertal.

2016 hatte die amerikanisch-britische Jugendbuchautorin Meg Rosoff den Preis bekommen. Zu früheren Preisträgern gehören die österreichische Schriftstellerin Christine Nöstlinger („Die feuerrote Friederike“, „Maikäfer, flieg!“) und die Schwedin Barbro Lindgren. In diesem Jahr waren 226 Kandidaten aus 60 Ländern für die Auszeichnung vorgeschlagen worden. dpa

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05.04.2017, 06:00 Uhr

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