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Kirche stellt Millionen für Flüchtlinge bereit
Bischof Frank Otfried July: Weiter eine flüchtlingsbereite Kirche. Foto: Landeskirche/Gottfried Stoppel
Herbstsynode entscheidet über Finanzhilfe

Kirche stellt Millionen für Flüchtlinge bereit

Die evangelische Landeskirche in Württemberg will die Flüchtlingshilfe in den nächsten zwei Jahren mit zehn Millionen Euro unterstützen.

24.11.2015
  • DPA

Morgen, Mittwoch, steht die Entscheidung des Kirchenparlaments der Evangelischen Landeskirche in Württemberg über das Finanzpaket für die Flüchtlingshilfe auf der Tagesordnung. „Wir werden weiterhin eine flüchtlingsbereite Kirche sein“, sagte Landesbischof Frank Otfried July zum Auftakt des viertägigen Herbsttreffens in Stuttgart. Es wird das dritte Flüchtlingshilfspaket - in einem Jahr mit Rekordeinnahmen bei der Kirchensteuer. Bisher hat die Landeskirche nach Angaben des Oberkirchenrats 3,55 Millionen Euro für solche Hilfspakete ausgegeben.

Mit den zehn Millionen Euro soll in den nächsten zwei Jahren unter anderem die Migrationsberatung ausgebaut werden. Zudem erhöhe sich die Zahl der kirchlich finanzierten Koordinatorenstellen für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit von 12 auf 18. Die Stellen bieten unter anderem Schulungen für Helfer an und schaffen - wenn nötig - Kontakt zu staatlichen Einrichtungen und anderen Hilfe-Netzwerken. Sie sind bei den Kreisdiakonieverbänden angesiedelt.

„Die Einrichtung der Koordinationsstellen ist dringendst wichtig“, sagte Oberkirchenrat und Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks der Landeskirche, Dieter Kaufmann. Über die Flüchtlingshilfe sagte er: „Ohne Ehrenamtliche schaffen wir es nicht. Wir müssen sie begleiten und unterstützen, damit die Hilfe weitergeht.“ Es sei geplant, dass in fünf Jahren alle 50 Kirchenbezirke in Württemberg eine halbe Personalstelle von der Landeskirche finanziert bekommen, um Flüchtlingsarbeit zu koordinieren.

10 000 Ehrenamtliche sind im Namen der Landeskirche für Flüchtlinge am Werk, über 330 Asylkreise wurden gegründet, wie Landesbischof July in seiner Rede vor dem Kirchenparlament sagte. Er ermutigte Kirchengemeinden auch dazu, Räume des Austauschs zu bieten, um Fragen und Sorgen der Gemeindemitglieder zu besprechen.

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24.11.2015, 08:30 Uhr | geändert: 24.11.2015, 06:01 Uhr

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